Garten

Mit 6 Schritten ein Hochbeet im Frühjahr anlegen

Hochbeet anlegen Anleitung

Hochbeete haben normalen Beeten einiges voraus: Man kann gesundes Gemüse und Kräuter darin früher und dichter einpflanzen. Bequemer sowieso. Und: Sie stehen auch prima auf der Terrasse oder dem Balkon. Wir erklären, worauf es beim Anlegen und Pflegen ankommt.

Welche Varianten gibt es?

Es gibt ganz unterschiedliche Hochbeetgarten von günstigen Bausätzen aus Fichten oder Kiefernholz bis hin zu maßgeschneiderten Lösungen aus Metall oder Stein. Für Terrasse und Balkon eignen sich schmale Hochbeete, die auf Füßen stehen und unten geschlossen sind, damit sich die Erde nicht auf dem Boden verteilt.

Standort für das Beet

Welche Gemüse im Hochbeet gut wachsen, hängt davon ab, wo es steht. Über einen sonnigen Platz freuen sich wärmeliebende Pflanzen wie Paprika, Gurken, Zucchini oder (Buschtomaten. Bohnen, Möhren, Kohl und Salat gedeihen im Halbschatten. Ebenfalls wichtig bei der Wahl des Standorts: Um bequem in alle Ecken zu kommen, sollte man um das Beet herumgehen können. Und: Im Sommer muss viel gegossen werden. Deshalb ist ein Wasseranschluss in der Nähe praktisch.

Mit welchen Schichten Hochbeet befüllen?

Es wird in Schichten befüllt. Unten kommen grobe Materialien wie Zweige und Strauchschnitt hinein, darauf je eine Schicht Rasenschnitt, Kompost und Gartenerde. Die oberste Schicht besteht aus feiner, nährstoffreicher Pflanzerde. Zu aufwendig? Im Gartencenter gibt es Hochbeet Füllungen zu kaufen, aufgeteilt sind sie in Grundfüllung (unten), Kompost (Mitte) und Pflanzerde (oben). Wichtig: ältere Beete im Frühjahr mit einer neuen Schicht Pflanzerde auffrischen.

Richtige Bepflanzung für den Hochbeetgarten

Für den begrenzten Platz im Hochbeet sind kompakte Gemüse wie Pflücksalate, Radieschen, Möhren und Frühlingszwiebeln ideal. Von einigen Arten gibt es Mini-Typen, etwa Mini-Auberginen und Snackpaprika. Neben ihrem geringeren Platzbedarf haben diese Sorten auch den Vorteil, dass sie schneller reifen als ihre großen Verwandten. Ausladende Pflanzen wie Zucchini oder Kürbis am besten an den Rand setzen, über den können sie hinauswachsen.

Hochbeet Gießen

Weil ein Hochbeet nicht nur von oben, sondern auch seitlich erwärmt wird, benötigt es deutlich mehr Wasser als ein gleich großes Beet auf dem Boden. Dabei gilt: wenn gießen – dann gründ lich. So sickert das Wasser auch in die unteren Bodenschichten und die Pflanzen bilden ein tiefes Wurzelgeflecht aus. Das wiederum hilft ihnen, Wasser aus den tiefen Bodenschichten aufzunehmen und heiße Sommertage besser zu überstehen. Superpraktisch sind auch kleine, mit Wasser gefüllte Gefäße aus Ton, Ollas genannt, die zwischen den Pflanzen eingegraben werden. Sie geben nach und nach Wasser nach außen ins Erdreich ab und halten es so feucht.

Düngen der Pflanzen

Ob und wie viel Nährstoffe die Pflanzen im Hochbeet brauchen, hängt von der Beetfüllung ab. Wurde dazu u. a. Kompost verwendet, sind die Pflanzen im ersten Jahr gut mit Nährstoffen versorgt. Selbst Starkzehrer wie Tomaten, Paprika, Gurken und Kohlpflanzen müssen nicht nachgedüngt werden. Im zweiten Jahr ist der Nährstoffgehalt schon geringer. Für Mittelzehrer (Möhren, Fenchel, Kohlrabi) reicht er meist noch aus, Starkzehrer sollten nachgedüngt werden. Ab dem dritten Jahr reicht der Vorrat nur noch für Schwachzehrer (Bohnen, Salat, Kräuter). Am besten gleich beim Auffül len im Frühjahr Kompost oder organischen Dünger unter die Pflanzerde mischen.