Nachhaltige Schnittblumen – Bio Blumen der unterschied

Nachhaltige Schnittblumen was ist der Unterschied zu Bio Blumen?

Millionen Rosen werden jedes Jahr verschenkt. Aber unter welchen Bedingungen wachsen sie? Sieben Antworten zur Nachhaltigkeit von Schnittblumen.

Woher stammen unsere Schnittblumen?

Mehr als Dreiviertel kommen mit dem Flugzeug aus Kenia, Äthiopien, Ecuador oder Kolumbien nach Europa. In den Niederlanden werden überwiegend Tulpen und Chrysanthemen gezüchtet. Anemonen und Rosen stammen meist aus Lateinamerika und Afrika. Eine Pflicht, die Herkunft anzugeben, gibt es für Nachhaltige Schnittblumen nicht. Die meisten eingeflogenen Blumen sind Rosen: Rund 1,4 Milliarden Stück zählte das Statistische Bundesamt 2020.

Was bedeutet das für die Nachhaltigkeit?

Lange Transportwege verursachen höhere CO2-Emissionen. Viele Blumen stammen zudem aus Entwicklungsländern, in denen oft schlechte Arbeitsbedingungen herrschen. Pestizide vergiften nicht nur die ungeschützten Arbeiter, sondern verseuchen auch Böden und Gewässer. Der extrem hohe Wasserbedarf der Blumen führt außerdem regelmäßig zu Wasserknappheit.

Woran erkennt man nachhaltige Schnittblumen?

Es gibt Bio- und Fairtrade-Blumen im Einzelhandel, meist erkennbar an einem Siegel auf der Umverpackung. Auf Fairtrade-Farmen erhalten Arbeiter faire Arbeitsverträge, angemessene Löhne, Mindestpreise. Einige Pflanzenschutzmittel sind verboten, es gelten Umweltstandards. Preisunterschied zu Blumen ohne Siegel: etwa zehn Prozent.

Wie gut sind Bio-Schnittblumen?

Es gelten ähnlich strenge Vorgaben wie bei Bio-Lebensmitteln: Bio-Blumen sprießen ausschließlich mit organischem Dünger. Der Einsatz von Pestiziden ist grundsätzlich verboten. Weil sie langsam wachsen, entwickeln Bio-Blumen kräftige Stiele. So können sie Wasser besser aufnehmen und halten in der Vase länger. Bio-Schnittblumen tragen beispielsweise das regionale „Ich bin von HIER!“-Siegel oder auch die Bio-Siegel von Demeter, Naturland oder Bioland.

Sind Fairtrade Sträuße eigentlich auch ebenso „bio“?

Fairtrade garantiert faire Arbeitsbedingungen für importierte Blumen, bedeutet aber nicht ungespritzt“ oder bio. Die Organisation verspricht aber einen verantwortungsbewussten und den möglichst umweltschonenden Einsatz von Pestiziden.

Wieviel Pestizide nutzen Sie im eigenen Garten? Oder haben Sie einen nachhaltigen Garten?

Sind Blumen aus Afrika klimafreundlicher als Blumen aus Europa?

Ja, bestätigt eine Studie von Migros und Fairtrade. Sie nahm die Umweltauswirkungen der Rosenproduktion in drei Ländern unter die Lupe. Ergebnis: Fair gehandelte Rosen aus Kenia haben geringere Auswirkungen auf die Umwelt als vergleichbar gezüchtete Rosen aus den Niederlanden. Grund: Rosen brauchen Wärme und Licht, in Europa somit ein beheiztes und beleuchtetes Gewächshaus.

Muss ich nun gespritzte Blumen besonders behandeln und entsorgen?

Laut Ökotest können sich schon mal 56 verschiedene Pestizide auf den Blumen finden, Grenzwerte gibt es nicht. Damit die gesundheitsschädlichen Mittel – die hormonell wirksam oder hochgiftig sind nicht in den Kompost oder die Umwelt gelangen, gilt: Gespritzte Blumen sollten in den Restmüll.

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Marina Salow Profilbild
Auf Beautymadel möchte ich mich als Mutter und Hausfrau verwirklichen. Ich betreibe Beautymadel seit 2021 und schreibe Beiträge zum Themen wie Gesundheit, Ernährung, Beauty, Nachhaltigkeit und Wohlbefinden.