Lunge pflegen und vor Infektionen schützen

Lunge pflegen so einfach funktioniert es

Es ist vor allem die warme, trockene Heizungsluft in den Räumen, die die Widerstandskraft unserer Schleimhäute verschlechtert. Deshalb ist es jetzt besonders wichtig, seine Lunge zu pflegen.

Kann man die Lunge pflegen?

Die Lunge braucht L-I-E-B-E. Mit diesem Merksatz meistern Sie die Lunge pflegen Also: L wie saubere L-uft. Schon ein- bis zweistündige Waldspaziergänge verbessern bei Patienten mit COPD, einer lebensbedrohlich schweren chronischen Entzündung der Bronchien, die Lungenfunktion. I-nfektionen vermeiden, indem Sie sich beispielsweise gegen Grippe und Pneumokokken impfen lassen.

Pneumokokken sind die häufigsten Auslöser einer bakteriellen Lungenentzündung. Achten Sie auf eine gesunde E-rnährung! Studien aus England, Italien und den Niederlanden konnten zeigen, dass Menschen, die täglich Obst essen, bis zu 130 Millimeter mehr Lungenvolumen haben. Im Alltag wird man das kaum spüren, es geht mehr um die langfristigen Folgen. Denn 130 Milliliter, das entspricht in etwa dem Lungenvolumen, das wir durch natürliche Alterungsprozesse in ca. zehn Jahren verlieren (pro Jahr etwa 15 Milliliter). Im Umkehrschluss bedeutet das: Mit der richtigen Ernährung können wir bis zu zehn Jahre der Lungen-Alterung rückgängig bzw. ungeschehen machen.

Lunge pflegen mit Bewegung: Schon eine halbe Stunde Spazierengehen am Tag reduziert Entzündungen im Körper. Noch besser ist Schwimmen: Durch den Wasserdruck müssen die Muskeln richtig arbeiten, um die Lunge zu weiten und mit Luft zu befüllen. Deshalb haben Schwimmer auch bis zu acht Liter Lungenvolumen, während der Durchschnittsbürger nur auf etwa drei bis fünf Liter kommt. Und: Entspannung. Wer ständig angespannt ist, atmet zu schnell und zu flach und versorgt den Körper nicht ausreichend mit Sauerstoff, was die Entstehung von Infektionen begünstigt.

Inwiefern begünstigt eine flache Atmung Infektionen?

Es gibt Studien, die zeigen, dass Quer schnittsgelähmte deutlich häufiger Atemwegserkrankungen wie Asthma entwickeln. Dasselbe gilt für bettlägerige Patienten – da ist die häufigste Komplikation die Lungenentzündung.

Die Ursache ist in beiden Fällen die schlechtere Durchlüftung der Lunge. Üblicherweise atmen wir etwa fünf Liter Luft pro Minute. Bei einer bewussten, tiefen Vollatmung sind es bis zu 75 Liter, und unter maximaler Anstrengung – beim Sprint zum Bus – schafft unsere Lunge bis zu 150 Liter. Dann ist sie richtig gedehnt – und das ist gut! Passiert das länger nicht, melden sich die Dehnungsnerven der Lunge. Die Folge: Wir müssen gähnen.

Ein Schutzreflex! Denn die regelmäßige Durchlüftung ist wichtig für unsere Lungengesundheit. Sie fördert die Durchblutung, wodurch die Immunabwehr gestärkt und der Abbau von Giftstoffen aus der Lunge verbessert wird. Deshalb ist Übergewicht auch so schlecht für die Lunge.

Inwiefern belastet Übergewicht die Lunge?

In Amerika hat man festgestellt, dass die Anzahl der Kinder mit Asthma extrem zugenommen hat. Ein entscheidender Grund: das Übergewicht der Kinder. Vor allem das Bauchfett verhindert das Ausdehnen der Lunge und damit eine tiefe Atmung. Zusätzlich fördert das Bauchfett Entzündungen im Körper und auch die Entstehung von Asthma oder COPD. Aber nicht nur Übergewicht ist problematisch – auch radikale Diäten schaden unserer Lunge. Dann bekommt sie nicht ausreichend Nährstoffe wie Vitamine, Magnesium, Selen oder Eisen. Gerade Eisenmangel steht im Verdacht, Entzündungsvorgänge anzutreiben, was gerade für Patienten mit Asthma oder COPD problematisch werden kann.

Zudem ist die Lunge eines der ersten Organe, die abgebaut werden, wenn der Mensch hungert. Lungengewebe besteht vor allem aus Eiweiß, Bindegewebe und im Bereich der Atemwege auch aus Knorpel. Das Eiweiß des Lungengewebes wird beim Hungern abgebaut (so wie man das zum Beispiel auch von Muskeln kennt), sodass es zu krankhaften Lungenveränderungen kommen kann. Auch wenn es viele unterschätzen: Wir müssen uns gut um unsere Lunge kümmern, damit sie gesund bleibt.

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Marina Salow Profilbild
Auf Beautymadel möchte ich mich als Mutter und Hausfrau verwirklichen. Ich betreibe Beautymadel seit 2021 und schreibe Beiträge zum Themen wie Gesundheit, Ernährung, Beauty, Nachhaltigkeit und Wohlbefinden.