Freitag, August 19, 2022

Vorteile einer Reflexzonenmassage ( + Selbstmassage)

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Eine Fußreflexzonenmassage entspannt, trägt insgesamt zum körperlichen Wohlbefinden bei und hilft bei verschiedenen Beschwerden. Mit etwas Wissen kann man sie ganz einfach zuhause selbst anwenden. Wir zeigen Ihnen, wie.

Vom Zeh bis zum Rist

Sie tut so gut. Wer schon einmal eine Fußreflexzonenmassage genossen hat, weiß das. Man spürt erst die Entspannung in den Füßen, dann lockern sich die Beine und schließlich entspannt ganze Körper. Man fühlt sich unbeschwerter, buch der stäblich leichtfüßig. Seit Jahrhunderten wird die Fußreflexzonenmassage angewandt:

Ursprünglich war die stimulierende Massage der Fußzonen eine Selbstverständlichkeit, zumal unsere Ahnen meist barfuß unterwegs waren.

So vieles läuft in unseren Füßen zusammen. Genau betrachtet, sind sie ein Wunderwerk der Natur. Sie tragen uns durchs Leben, Schritt für Schritt, mit all unserem Gewicht. 26 Knochen sind in einem Fuß durch 33 Gelenke miteinander verbunden und mehr als 100 Bänder halten ihn zusammen. 20 Muskeln mit starken Sehnen geben uns einen festen Stand.

Mehr als 7.000 Nervenenden sorgen für die Balance beim Gehen und liefern uns Informationen über den Laufuntergrund, sei es feiner Sand am Strand oder ein steiniger Weg. Experte Wagner sieht die Reflexzonenbehandlung als Gesundheitsvorsorge und empfiehlt sie bei alltäglichen Beschwerden wie beispielsweise vegetativ bedingter Unruhe, Angstzuständen oder Schlafstörungen. Das Gute an ihr ist, dass sie jeder ohne Vorkenntnisse selbst anwenden kann.

Reflexzonenmassage Therapie

1917 entwickelte der amerikanische Arzt William Fitzgerald das Konzept der Zonen. Neben schulmedizinischen Kenntnissen wusste er auch viel über die Methoden der indianischen Volksmedizin. Fitzgerald entwickelte daraufhin ein System und teilte den Körper in zehn senkrechte Zonen ein, vom Scheitel bis zur Sohle. Durch Druck auf eine Zone am Fuß sollen Wechselwirkungen mit den entsprechenden Organen oder Körperregionen entstehen.

Seine “Zonentherapie” wurde die Basis für die heutige Reflexzonen-Therapie. Danach spiegelt sich in beiden Füßen das Gesamtbild des Körpers. Die rechte Körperhälfte in den Zonen des rechten Fußes, linke Körperteile und Organe im linken Fuß, doppelte Organe haben Zonen in beiden Füßen. Die Körpermitte, also beispielsweise die Wirbelsäule, findet sich an den Innenseiten beider Füße.

Das sagt die Wissenschaft

Ein eindeutiges wissenschaftliches Erklärungsmodell für die Wirkung der Massage fehlt. Nur einzelne Studien bestätigen die Verbindung zwischen Fußzone und jeweiligem Organ: So konnten Forscher der Uni Innsbruck zeigen, dass man durch Stimulation der Zone, die laut Reflexzonentheorie den Nieren zugeordnet ist, die Durchblutung im Organe anregen kann.

Das fördere die Entgiftungsfunktion. Eine Untersuchung der Uni Jena ergab, dass durch Massage der Kniezone am Fuß die Schmerzen von Patienten mit Kniegelenksarthrose verringert wurden. Man geht davon aus, dass die Energiebahnen des Körpers im Fuß abgebildet sind. An entsprechenden Stellen könnten Massageimpulse eine Regulationskraft aktivieren, die den Körper entspannt und ins Gleichgewicht bringt.

Selbstmassage

Wie eine Reflexzonenmassage wirkt, kann jeder selbst erfahren. Dafür setzen Sie sich bequem hin und legen einen Fuß auf Ihr Knie. Beginnen Sie für eine kurze entspannende Wellnessmassage mit einfühlsamen Streichungen über Fußunter- und -oberseiten, immer in Richtung der Zehen, und massieren Sie dann sanft die Zonen der Wirbelsäule auf den Fußinnenseiten jeweils fünf Minuten lang. Wenden Sie nun den Entspannungsgriff am Solarplexus an, indem Sie mit der Hand den Fuß umfassen und mit dem Daumen sanft auf der Zone verweilen, mindestens fünf Minuten lang. Beenden Sie die Massage mit dem Ausstreichen der Lymphzonen des Beckenraums und zuletzt des ganzen Fußes.

Für eine Massage zur Stärkung des Wohlbefindens beginnen Sie wie oben beschrieben und wenden sich dann nach der Aktivierung der Wirbelsäule den Zonen der Hypophyse und der oberen Lymphwege jeweils einige Minuten zu. Füße ausstreichen und danach die Zonen der Leber am rechten Fuß massieren sowie die der Milz am linken. Beenden Sie die Massage wieder mit dem Entspannungsgriff am Solarplexus und dem Ausstreichen von Unterschenkeln und Füßen.

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