Freitag, August 19, 2022

Vorteile von natürlichen Inhaltsstoffen im Shampoo

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Ob kurzer Bob oder wilde Lockenmähne – schöne und gesunde Haare wollen wir alle. Bei diesem Wunsch unterstützt uns ein Natur Shampoo. 

Rapunzel, lass dein Haar herunter! In kaum einem anderen Märchen stehen unsere Strähnen so sehr im Fokus wie bei der Geschichte der Brüder Grimm. Doch auch in der Realität hat das Gebilde aus Keratin auf unserem Kopf einen hohen Stellenwert. Neben Ägyptern und Griechen verliehen vor allem die Römer dem Haar eine besondere Bedeutung. Mit Frisuren drückten sie den gesellschaftlichen Status aus, das Alter, die politische und religiöse Stellung oder auch ihre Ansichten – Haare wurden zum wichtigen Symbol. Vom Mittelalter bis in die Neuzeit war Haarpflege dann mal mehr, mal weniger aufwendig und wichtig, im Barock avancierten Perücken zum neuen Standard und Repräsentationsstück.

Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstand schließlich das Shampoo, wie wir es heute kennen, bis dahin wurden die Köpfe mit Kernseife geschrubbt. Heutzutage lassen wir uns die Haarpflege einiges kosten. Mit einem Marktvolumen von über drei Milliarden Euro pro Jahr bilden entsprechende Mittel das umsatzstärkste Segment im deutschen Markt für Kosmetik und Körperpflegeprodukte. Denn Haare sind mehr als nur Fäden aus Keratin – sie sind auch Spiegel unserer Seele.

Das Haar ist ein Eyecatcher, sozusagen die Krönung fürs Aussehen. Wir nutzen es zur Selbstinszenierung und um unser Selbstbild zu befriedigen. Jede Frisur sendet psychologische Signale aus und verrät etwas über den Menschen, der sie trägt. Nicht umsonst experimentieren junge Leute häufig mit ihrem Kopfputz auf der Suche nach der eigenen Identität. Die Psyche macht sich ebenfalls über Haare bemerkbar.

Vom bad hair day bis zum Haarausfall: Haare können signalisieren, wenn etwas im Inneren nicht stimmt. Und sie können uns auch unterstützen, mit einer neuen Situation klarzukommen. Nicht umsonst geht ein Jobwechsel oder eine Trennung häufig einher mit einer neuen Frisur. Doch egal ob lang oder kurz, blond, rot, braun oder grau – mit der passenden Pflege geht der Traum vom gesunden Haar in Erfüllung. Die Haarpflege mit Naturkosmetik hat hier viel zu bieten.

Welche bedenklichen Inhaltsstoffe stecken in normalen Shampoos?

Die wohl umstrittenste Substanz ist sicher Silikon, ein Kunststoff, der meist aus Erdöl gewonnen wird. Er macht die Haare weich und sorgt für Glanz, da er die Oberfläche versiegelt. Leider verhindert Silikon aber auch, dass Nähr- und Pflegestoffe eindringen, denn der Stoff verbleibt größtenteils auf dem Haar und so bilden sich mit der Zeit immer dickere Schichten. Der sogenannte Build-up Effekt verklebt die Haare, lässt sie kraftlos, müde und schwer erscheinen. Werden dann die Silikone zum Beispiel mit einem Naturshampoo nach und nach ausgewaschen, kommt sprödes, glanzloses sowie schwer kämmbares Haar zum Vorschein.

Zusätzlich gerät mit jeder Wäsche ein Teil der Kunststoffe ins Abwasser und damit in den ökologischen Kreislauf. Aufgrund des schlechten Image von Silikon nutzen viele Hersteller inzwischen Ersatzstoffe wie Polyquaternium und verkaufen diese als Shampoo ohne Silikone. Die Polyquaternium sind aber nicht weniger umstritten.

Für Feuchtigkeit soll beispielsweise auch Propylenglykol sorgen, das unter anderem in den Liquids von E-Zigaretten enthalten ist. Doch es kann die Kopfhaut reizen und macht die Haut für andere Stoffe durchlässiger. Mikroplastik und Parabene sind ebenfalls oft Bestandteile der Rezepturen. Letzteres dient der Konservierung, kann aber den Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht bringen. Synthetische Duft- und künstliche Farbstoffe sind ebenfalls nicht ohne Risiken und Nebenwirkungen.

Kräuter als fester Bestandteil in Naturkosmetik Shampoos

Für jedes Haar ist quasi ein Kraut gewachsen – wenn Sie die Haare mit pflanzlichem Shampoo waschen treten die Öle mit ihren Eigenschaften an die Stelle von chemischen Substanzen. So wird zum Beispiel durch das Waschen mit Tensiden die Schuppenschicht der Haare aufgeraut. Die in Pflanzen wie Brennnessel enthaltenen Gerbstoffe legen sie wieder an. Dadurch kommt der Glanz zurück. Einen ähnlichen Effekt wie Silikone haben Schleimstoffe. Sie überziehen das Haar mit einem glättenden Schutzfilm, von dem vor allem strapaziertes Haar profitiert. Um für die Naturkosmetik Haarpflege nützlichen Bestandteile zu gewinnen, nutzt beispielsweise Logona ein spezielles Extraktionsverfahren, bei dem die wertvollen Substanzen aus den Kräutern optimal gelöst werden.

Verträglichkeit von Shampoos aus Naturkosmetik

Neben Wasser bestehen Shampoos hauptsächlich aus waschaktiven Substanzen, sogenannten Tensiden. Häufig eingesetzt werden Sulfate, vor allem Sodium Lauryl Sulfate (SLS) und Sodium Laureth Sulfate (SLES). Und das aus zwei Gründen – sie sind besonders günstig und haben eine extrem hohe Schaumkraft. Allerdings stehen sie im Verdacht, mit anderen Inhaltsstoffen möglicherweise krebserregende Substanzen zu bilden. Durch die starke Reinigungswirkung entfetten sie außerdem Haut und Haar mehr als nötig.

Gerade empfindliche Hauttypen reagieren dadurch oftmals mit Irritationen, Rötungen und Schuppen. Natur Shampoo aus der Naturkosmetik nutzt Kokos- und Zuckertenside, die sanft, aber dennoch gründlich reinigen. Besonders verträglich für Haut und Schleimhaut sind waschaktive Aminosäuren. Sie entstehen aus fermentiertem Zucker, Kokosöl und pflanzlichen Aminosäuren und sind dadurch ein sehr mildes Haarshampoos. Neben ihrer Milde unterstützen sie die Feuchtigkeitsbindung, stabilisieren den hauteigenen Säureschutz und die pidhaltige Barriereschicht der Haut.

Muss das natürliche Shampoo schäumen?

Es ist ein Irrglaube, dass erst ein ordentlicher Schaumberg Schmutz und Fett entfernt. Dabei handelt es sich nur um Luftbläschen, die von einer Flüssigkeit umgeben sind – und zwar dem mit Wasser vermischten Shampoo. Für die Reinigungswirkung sind Tenside verantwortlich. Und da ein natürliches Shampoo keine synthetischen Schaumbringer nutzt, schäumen diese Shampoos weniger, machen aber trotzdem sauber.

Wie oft soll man überhaupt seine Haare waschen?

Die Häufigkeit richtet sich nach dem Haartyp. Feines, dünnes oder fettiges Haar benötigt alle ein bis zwei Tage eine Wäsche, bei trockenem oder dickem Haar reicht es, ein oder zweimal pro Woche zu waschen.

Wie stelle ich meine Haarpflege auf Naturkosmetik um?

Das Entwöhnen von konventionellen Shampoos erfordert etwas Geduld. Bis die Schicht aus Silikon und anderen Film verschwunden ist, vergehen schon mal sechs bis acht Wochen. Die echten Strähnen, die darunter zum Vorschein kommen, fühlen sich dann häufig spröde und sehr trocken an. Das ist jedoch kein Problem, das Shampoo ohne Zusatzstoffe kann durch eine passende Pflege ersetzt werden. Beispielsweise mit pflanzlichen Ölen wie Jojoba. Es ähnelt in seiner Zusammensetzung dem menschlichen Hauttalg und besitzt zudem feuchtigkeitsspendende Eigenschaften. Unter Umständen glänzen die Haare vorübergehend auch deutlich weniger.

Das Kämmen mit einer Bürste mit Naturhaarborsten kann dann hilfreich sein. Stärkeres Nachfetten gerade am Anfang der Umstellung ist eine weitere Begleiterscheinung. Jetzt bitte nicht aufgeben. Das liegt daran, dass die Kopfhaut durch die starke Reinigungswirkung der konventionellen Tenside ausgetrocknet ist. Doch die Talgdrüsen lernen mit der Zeit, dass sie nach dem Waschen keine Trockenheit mehr ausgleichen müssen. Dann pendelt sich das Nachfetten von selbst wieder ein. Ein besonderer Tipp für den Übergang: Lavaerde, beispielsweise von Logona. Dafür wird das Pulver mit Wasser vermischt und als Natur Shampoo verwendet. Es saugt überschüssiges Fett wie ein Löschpapier auf. Wer mag, kann Lavaerde auch zwischendurch als Trockenshampoo in den Haaransatz einmassieren und dann ausbürsten.

Natur Shampoo Inhaltsstoffe ohne Chemie

Um das beste aus dem natur Shampoo zu erhalten muss man die Inhaltsstoffe kennen. In dieser Aufstellung erfahren Sie welche pflanzliche Inhaltsstoffe im Haarschampon welche Wirkung haben.

Birke für mehr Fülle im Haar

Kahle Stellen bringt der Extrakt der Birke zwar auch nicht zum Verschwinden. Verdünnt als Haarwasser reguliert und normalisiert er aber die Talgdrüsen, wodurch Schuppen verschwinden. Weiterhin wird Birkenhaarwasser, das unter anderem Kalium und Vitamin C enthält, eine durchblutungsfördernde Wirkung nachgesagt. Somit kann es, nach dem Waschen einmassieren, feines Haar kräftigen und mehr Volumen erzeugen.

Brennnessel kräftigt bis in die Spitzen

Kaum eine Pflanze ist so prädestiniert für die natürliche Haarpflege wie die Brennnessel. Das liegt zum einen daran, dass sie den pH-Wert der Kopfhaut reguliert und die Talgproduktion reduziert – davon profitiert insbesondere fettiges Haar. Auch Schuppen kann der Extrakt der Brennnessel reduzieren. Darüber hinaus fördert das enthaltene Eisen die Sauerstoffzufuhr zu den Haarzellen, und Vitamin A sorgt für ein verbessertes Haarwachstum. Der Anteil an Kieselsäure und anderen Mineralsalzen rundet das Gesamtpaket der Pflanze ab.

Zinnkerkraut schenkt Spannkraft und Glanz

Die auch Schachtelhalm genannte Pflanze ist reich an naturreiner Kieselsäure, der Anteil in der Pflanze kann bis zu zehn Prozent betragen. Das Mineral ist wichtig für das Bindegewebe, kräftigt das Haar, sorgt für feste Nägel und stärkt auch unsere Zähne, Knochen, Bänder und Sehnen. Es glättet und regeneriert zudem die äußere Schicht des Haar schafts. Das Haar wird widerstandsfähig, stark und gewinnt an Spannkraft und natürlichem Glanz.

Löwenzahn stärkend für Haar und Kopfhaut

Die Blüte ist reich an Vitamin A, das der Kopfhaut hilft, sich zu regenerieren. Die Wurzel enthält Eisen, was Schuppen das Leben schwer macht. Durch die Mineralien Magnesium, Phosphor, Kalium und Kalzium kann Löwenzahn zudem das Haarwachstum unterstützen. Früher wurde Tinktur sogar dazu benutzt, helle Strähnen ins Haar zu färben und Glanz zu verleihen.

Hafer für schönen Schimmer im Haar

Müsli essen kommt dem Haar zugute. Denn Hafer ist eine wichtige Quelle für Biotin. Auch von außen versorgt das Getreide das Haar. Seine Wirkstoffe be ruhigen die Kopfhaut, mindern Haarbruch und glätten die Haaroberfläche. Dadurch kann sie das Licht reflek tieren und der Glanz kehrt zurück. Neben Kieselsäure bildet die Pflanze Schleimstoffe, Phosphor und Eisen, was ihre nährenden Eigenschaften verstärkt. Vor allem trockenes und strapaziertes Haar profitiert von der Pflege mit Hafer. Auch gespaltenen Spitzen, genannt Spliss, kann diese vorbeugen.

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