Schwangerschaft

Mythen über Schwangere welche Mythen stimmen?

Schwangere lieben Essiggurken und sind vergesslich… Was an diesen und anderen Legenden dran ist.

Ein runder Bauch verheißt ein Mädchen

„Pauschal gilt das natürlich nicht“, sagt Birgit. Denn vor allem das knöcherne Becken der Mutter sowie ihr Muskel- und Bindegewebe bestimmen Kugel- oder Kegelform. „Aber da Jungs tendenziell etwas größer sind als Mädchen, wirkt der Bauch manchmal spitzer.“

Mädchen kommen etwas später zur Welt, weil sie sich noch schön machen wollen

Stimmt! Eine schwedische Studie zeigt, dass Jungs tatsächlich etwas früher an die frische Luft drängen. Warum das so ist, wissen die Forscher nicht. „Klar ist allerdings, dass Jungs bei der Geburt genauso schön sind wie Mädchen“, sagt Laue.

Jedes Kind kostet Frauen einen Zahn Stimmt nicht!

Stimmt nicht! Voraussetzung: Die werdende Mutter putzt ihre Zähne regelmäßig und verwendet Zahnseide. Denn: “Durch die Hormonumstellung breiten sich Bakterien leichter aus“, erklärt die Expertin. Außerdem kann der Speichel mehr Säure enthalten, und das verursacht Karies.”

Beim zweiten Kind wächst der Bauch rascher

Stimmt nicht! Viele Frauen meinen, dass das Muskel- und Bindegewebe deutlich früher nachgibt, weil es durch die erste Schwangerschaft bereits gedehnt ist. Wissenschaftliche Beweise dafür gibt es aber nicht. „Kind und Gebärmutter wachsen bei jeder Schwangerschaft gleich schnell“, weiß Birgit. „Nur das Körpergefühl schaltet auf die anderen Umstände bei der zweiten Schwangerschaft schneller um.”

Wenn einem übel ist, wird es ein Mädchen

Stimmt nicht! Grund für die Übelkeit ist das Schwangerschaftshormon HCG (es dient zur Erhaltung der Schwanger schaft und wird auch bei Frühtests aus der Apotheke gemessen). Zwar ist die Konzentration bei einem Mädchen höher, entscheidend ist aber die individuelle Antwort auf das Hormon. Manche Frauen reagieren empfindlicher darauf“, sagt die Hebamme über dieses Phänomen – das vererbbar ist: Eineiige Zwillinge empfinden ähnlich, Mütter und Töchter auch.

Schwangere Frauen sind vergesslicher

Stimmt! Viele Frauen beklagen sich während und nach ihrer Schwangerschaft über Gedächtnislücken. Eine kanadische Studie zeigt, dass dieses Phänomen vom Geschlecht des Kindes abhängt: Frauen mit Mädchen im Bauch schnitten bei Tests sehr viel schlechter ab. Die Forscher tippen, dass der erhöhte HCG-Hormonspiegel die Gedächtnisleistung beeinflusst. Australische Forscher vermuten aber auch, dass Schlaf mangel eine Rolle spielt.

Das Rückentattoo verhindert eine PDA

Stimmt nicht! Sofem die Tätowierung professionell gestochen ist, sind die Farbpigmente fest in der Haut verankert, Sie gelangen durch den Einstich der Anästhesienadel nicht in den Körper. Narkoseärzte suchen sich zudem meist eine Stelle, an der keine Farbe ist (etwa das Auge eines Drachen). Auch Tattoos über dem Steißbein sind kein Hinderungsgrund, da die Narkose weiter oben angesetzt wird. „Wer ganz sicher sein will, sollte beim Infoabend nachfragen“, empfiehlt Laue.

Schwangere stürzen sich auf Essiggurken

Die Vorliebe für Gurken Stimmt nicht! Aber dass die Vorliebe für seltsame Kombinationen wie Bismarckhering mit Sahnetorte oder Nutella brot mit Senf bei werdenden Müttern ausgeprägt ist, lässt sich nicht verleugnen. Der Grund für die Futterattacken liegt auch hier in den Hormonen: „Auf das sprunghaft ansteigende HCG in der Frühschwangerschaft reagieren viele Frauen mit Heißhunger – die anderen leider mit der bekannten Übelkeit, erklärt die Hebamme.

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