Nachhaltigkeit

Nachhaltiger Garten mit 7 Tipps für mehr Natürlichkeit

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Nachhaltiger Garten so wird er angelegt
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Sie wollen einen wissen wie ein Nachhaltiger Garten funktioniert? Hier kommen ein paar Tipps für naturnahes Grünen und Gedeihen. Kennen Sie außerdem schon den Unterschied zwischen nachhaltigen Schnittblumen und Bio Blumen?

Gesunder Boden

Alles Gute basiert auf einem gesunden Boden. Drum steht die Bodenpflege beim Market Gardening an erster Stelle. Eine Mulchschicht aus Kompost, Stroh, Rasen schnitt oder Laubhäckseln regt das Bodenleben an und verhindert, dass die Nährstoffe ausgeschwemmt werden. Im Gemüsegarten sollten auf eine stark zehrende Sorte, zum Beispiel Tomaten, eine eher schwachzehrende folgen, etwa Radieschen oder Erbsen. Eine abwechslungsreiche Fruchtfolge vermeidet auch, dass der Boden auslaugt, und hält die Schädlingsanfälligkeit kleiner. Statt die Erde in Beeten knöcheltief umzugraben, lieber nur oberflächlich auflockern, um die unterirdische Artenvielfalt zu bewahren.

Natürlich Düngen

Kunstdünger laugen den Boden aus. Die beste Nährstoffzufuhr ist selbst produzierter Kompost aus Garten- und Küchenabfällen. Wer einen Balkon beackert, kann sich einen Bokashi-Eimer zu legen. Der Küchen-Kompostierer produziert auf der Basis von Mikro organismen binnen zwei Wochen wertvollen Flüssigdünger für die Pflanzen. Auch Wurmkisten gibt es für die Wohnung. Die darin lebenden Würmer und Kleinst lebewesen wandeln Biomüll in nährstoffreichen Humus um.

Plastik vermeiden

Die Gartenbaubranche ist leider nicht gerade top im Plastik vermeiden. Blumentröge, Gartenmöbel, Erdsäcke und Mulchsäcke und Pflanzentöpfe sind bevorzugt aus Kunststoff. Wer Plastikmüll vermeiden will, sollte Pflanzen nur in Gärtnereien kaufen, die Plastiktöpfe auch zurücknehmen. Kleinere Gärnereien bieten oft sogar an, dass man die Pflanzen ohne Topf kauft und so nachhaltiger seinen Garten gestaltet.

Wasser sparen

Beim Rasen das Gras nicht zu kurz zu schneiden und nur in den Morgen oder Abendstunden den Rasensprenger anwerfen – so verdunstet weniger. Eine Regentonne oder eine Zisterne sammelt Wasser, Mulchschichten auf den Beeten verhindern dessen Ver dunsten. Durstige Pflanzen (z. B. Hortensien) nicht an Sonnenplätze setzen, Kübelpflanzen lieber in glasierte Tontöpfe, die Wasser besser speichern. Im nachhaltigen Garten gilt: Gießen immer am Wurzelbereich wässern.

Mehr Artenvielfalt

Nistkästen im Garten locken Insektenverschlingende Vögel an, Totholz-, Stein- und Laubhaufen bieten Igeln (die Schnecken zu ihrer Leibspeise zählen) Unterschlupf. Ohrenzwicker fühlen sich in mit Stroh gefüllten, kopfüber aufgehängten Tontöpfen wohl und gehen von dort auf Blattlaus jagd. Rasenmäh-Robote sind übrigens ein Killer für die Artenvielfalt, weil sie neben den Grashalmspitzen auch kleine Amphibien und Insekten vernichter Sogar für Igel können sie tödlich sein.

Weniger Chemie

Wussten Sie, dass in deutschen Gärten jedes Jahr knapp 6000 Tonnen Gift landen? Dabei kann man Schädlinge und Unkraut auch ohne Chemie bekämpfen. Seife hilft gegen Blattläuse, Milch gegen Mehltau, ein Kupferband gegen Schnecken. Grundsätzlich ist mechanische Schädlingsbekämpfung (z. B. durch Absammeln oder Schutz der Pflanzen durch ein feines Netz oder eine kompostierbare Folie) nachhaltiger als die Giftspritze. Dazu zählt auch das Unkraut von Hand zu jäten. Super-Workout nebenbei!

Ein nachhaltiger Garten hat ein Herz für Bienen

Ein nachhaltiger Garten bietet vor allem Wild bienen Lebensraum – durch nektarreiche Blühpflanzen. Auch wichtig: Nisthilfen und Unterschlupfe für die Wild- und Erdbienen online finden sich reichlich Anleitungen für solche Insektenhotels.

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