Kalten Füße Soforthilfe und Vorbeugung

kalte Füße im Winter so können Sie Abhilfe schaffen

Wie wir mit der Kraft des Wassers, Ölen und Bewegung den Blutfluss bis in die Zehen auf Trab halten und so für Wärme und Wohlbefinden sorgen sowie kalte Füße loswerden.

Nach einem ausgiebigen Winterspaziergang fühlen sich die Zehen oft an wie eingefroren. Erst langsam kündigt sich mit einem Kribbeln wieder Leben in den Füßen an. Je länger das dauert, desto wahrscheinlicher wird eine Erkältung. Das belegt eine Studie der britischen Cardiff University.

Deshalb ist es wichtig, die Füße schnell wieder aufzuwärmen oder gar nicht erst kalt werden zu lassen.

Ursachen für kalte Füße

Ursache für kalte Füße ist hauptsächlich der Kreislauf: Bei niedrigen Temperaturen reduziert der Körper automatisch die Durchblutung. Sie konzentriert sich auf die Körpermitte und lebenswichtige Organe. Hände und Füße dagegen kühlen ab. Weil sie weniger Wärme erzeugende Muskelmasse haben als Männer, sind Frauen stärker von diesem Phänomen betroffen.

Soforthilfe bei kalten Füßen

Bewegung ist der erste Schritt zurück zum Wohlbefinden und gegen kalte Füße: Wackeln Sie mit den Zehen und gehen Sie umher. Sobald das Gefühl zurückkommt, empfiehlt sich ein Fußbad: Die Füße in etwa 33 Grad warmes Wasser stellen. Nach und nach mit heißem Wasser auffüllen, bis ca. 40 Grad erreicht sind. Zusätze mit Eukalyptus, Rosmarin oder Fichtennadeln (Apotheke) regen die Zirkulation weiter an. Lassen Sie Ihre Füße bis zu 15 Minuten im Wasser. Dadurch zieht die Wärme auch in den übrigen Körper. Im Anschluss Wollsocken anziehen!

Tipps gegen kalten Füßen

Massage

Massagen mit Händen, Igelbällen oder Massagerollern regen die Durchblutung der Füße an und sorgen oben- drein für (seelische) Entspannung.

Fußbäder

Variante 1: Starten Sie bei circa 33 Grad Celsius Wasser- temperatur und geben Sie nach und nach wärmeres Wasser hinzu (nicht höher als 40 Grad gehen!). Nach etwa 15 bis 20 Minuten beenden und die Füße gut abtrocknen.

Variante 2: Eine Fußwanne mit kaltem Wasser (12 bis 16 Grad) und eine mit warmem Wasser (38 bis 40 Grad).

Als Wechselfußbad die Füße im Fünf-Minuten-Takt zuerst in die warme, dann in die kalte Schüssel tauchen. Beenden Sie das Wechselbad mit kaltem Wasser, da der Kältereiz die Durchblutung der Füße anregt.

Nach Belieben können Sie auch ätherische Öle oder duftende Badekristalle ins Wasser geben. Kräuter wie Arnika oder Rosmarin können durchblutungsfördernd sein.

Nasse Füße vermeiden

Wechseln Sie Ihre feuchten Strümpfe rechtzeitig und haben Sie gegebenenfalls immer ein Paar Ersatzsocken mit im Gepäck. Wasserdichte Schuhe beugen bei nassem Wetter zusätzlich vor.

Wärmflaschen und Kirschkernkissen

Die wohlige Wärme eignet sich gut, um Füße und Zehen schnell aufzuheizen, ob auf der Couch oder über Nacht.

Richtige Fußbekleidung

Anstatt zwei Socken-Schichten übereinander zu tragen, entscheiden Sie sich lieber für ein Paar atmungsaktive und feuchtigkeitsableitende Funktionssocken.

Während Baumwolle Feuchtigkeit zu gut aufsaugt und die Füße daher auskühlt, ist Wolle ideal: Sie leitet Feuchtigkeit ab und ist zudem eines der wärmsten Materialien. Bei den Schuhsohlen gilt das Gleiche: atmungsaktive oder mit Wolle ausgestattete Sohlen fördern warme Füße.

Kalten Füßen vorbeugen kann so einfach sein

Diese sind zusammen mit warmen, atmungsaktiven Schuhen in Herbst und Winter ohnehin das A und O. Daneben bringen einfache Hausmittel die Durchblutung von Beinen & Co. nachhaltig in Schwung. Dazu zählen regelmäßige Spaziergänge, Fußgymnastik und Fußmassagen, aber auch Wechselbäder.

Dafür die Füße zwei, drei Minuten in warmem Wasser baden, dann für wenige Sekunden in kaltes Wasser tauchen. Sechs- bis achtmal wiederholen, kalt aufhören. Die Füße im Anschluss kräftig frottieren und mit anregendem Zitrusöl oder Arnikaöl einreiben.

Nicht immer lässt sich das Problem jedoch so schnell lösen. Sind die Gliedmaßen oft kalt, auch wenn es ansonsten kuschelig warm ist, steckt mitunter eine Erkrankung dahinter. Dazu zählen etwa beginnende Arteriosklerose, Venenleiden, niedriger Blutdruck und Diabetes. Auch Rauchen, Stress und Mangel an Bewegung können Auslöser für kalte Füße sein. Im Zweifel klärt der Hausarzt die Beschwerden ab.

Abendliche Routine gegen kalte Füße

Enge Schuhe und langes Sitzen verhindern die gesunde Durchblutung unserer Füße und ist eine weitere Ursache für kalte Füße. Eine regelmäßige Fußmassage am Abend regt den Blutfluss nachhaltig an und hält auch die kleinsten Gefäße geschmeidig. Zudem stimuliert sie das Lymphsystem und kann damit Krampfadern vorbeugen.

Vorbereitung: Füße zweimal pro Woche in ca. 40 Grad warmem Wasser baden – bei Bedarf auch öfter. Dann kalt abspülen, abtrocknen, eincremen.

Warum haben Frauen häufiger kalte Füße als Männer?

Muskeln sind bei der Energieverbrennung für die Produktion von Körperwärme verantwortlich.

Da der Muskelanteil von Männern bei rund 40 Prozent liegt und der Anteil bei Frauen nur circa 25 Prozent des Körpers ausmacht, können die Muskeln der Männer auch mehr Wärme an den Körper abgeben.

Frauen verlieren zusätzlich mehr Wärme an die Umgebung, weil ihr Körper weniger Masse hat – sie also selbst bei gleicher Körpergröße weniger wiegen als Männer. Deshalb geht der weibliche Körper schneller in den Energiesparmodus: Schon bei 15 Grad Celcius veren- gen sich die Blutgefäße in den Extremitäten, damit das Körperzentrum warm bleibt.

So funktionierte eine Fußmassage:

  1. Bequem hinsetzen, linken Unterschenkel auf rechten Oberschenkel legen. Mit beiden Händen linken Unterschenkel kurz überm Knöchel umgreifen. Hände in entgegengesetzte Richtungen drehen, als würde man den Unterschenkel auswringen. Mit dieser wringenden Bewegung zum Sprunggelenk wandern, bis zum Vorfuß und zu den Zehen. 3-mal pro Fuß wiederholen.
  2. Dann den Fuß kräftig ausstreichen, indem die linke Hand über den Fußrücken, die rechte Hand über die Fußsohle vom Knöchel nach vorne fährt. Anschließend Seite wechseln.
  3. Finger der linken Hand von unten in die Zwischenräume der Zehen des rechten Fußes fädeln. Nun mit den Zehen die Finger zusammendrücken, dann Zehen und Finger voneinander wegspreizen. Zuletzt mit den Fingern und Zehen rechts- und linksherum kreisen. Dauer: 3-4 Minuten, dann Seite wechseln.
  4. Hüftbreit aufstellen. Mit der Fußsohle über einen Flummi rollen von der großen Zehe zur Ferse und zurück. Körpergewicht einsetzen und so viel Druck geben, wie es guttut. Auf diese Weise systematisch die gesamte Fußsohle ausrollen. Jeweils von einer Zehe zur Ferse und zurück zur nächsten Zehe. Dauer: 2-5 Minuten, dann Fuß wechseln.

Kennen Sie schon die Fußreflexzonenmassage? Sie hat positive Wirkung auf Ihre Gesundheit. Lesen Sie mehr dazu in unserem Beitrag:

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Marina Salow Profilbild
Auf Beautymadel möchte ich mich als Mutter und Hausfrau verwirklichen. Ich betreibe Beautymadel seit 2021 und schreibe Beiträge zum Themen wie Gesundheit, Ernährung, Beauty, Nachhaltigkeit und Wohlbefinden.