Wohlfühlen

Wetter vorhersagen und Wetter deuten so klappt es

wetter vorhersagen so deuten sie das wetter

Zu wissen, ob die Sonne weiter scheinen oder es bald gewittern wird, ist ungemein praktisch. Wie Sie niemals mehr ungewollt im Regen stehen und das Wetter vorhersagen und deuten können, verraten wir.

Was sagen die Wolken über das Wetter?

Kleine weiße Schönwetterwolken mit flacher Unterseite, die Cumulus Wolken, sind völlig harmlos. Je grauer eine Wolke ist, umso mehr Wasser enthält sie. Grau weist also darauf hin, dass es demnächst regnen könnte. Bauschen sich die Regenwolken etwas auf und werden oben scharfkantig, haben wir es mit einer Cumulonimbus zu tun – einer Gewitterwolke.Außerdem gilt: Sind die Wolken langsam unterwegs, ändert sich das Wetter nicht so schnell.

Wann brechen wir den Ausflug besser ab? Wird an einem Sommertag der Himmel langsam grau und es fängt an zu wehen, sind das Anzeichen für ein Gewitter. Dann sollte man sofort die Badesachen zusammenpacken und Schutz suchen. Vielen Menschen ist nicht klar, dass ein Gewitter wirklich lebensgefährlich ist. Wer bei einer Radtour vom Gewitter überrascht wird und keine Schutzhütte in Reichweite hat, sollte sich von den Rädern entfernen, weil diese die Blitze anziehen.

Alle sollten sich mit einem Abstand von einigen Metern zueinander hinhocken, am besten in eine Erdmulde. Bekannt ist die Regel: Sieht man den Blitz und es dauert drei Sekunden, bis es donnert, dann ist das Gewitter einen Kilometer entfernt. Dass ein Blitz über viele Kilometer springen kann, wissen viele hingegen nicht. Deshalb sollte man nach Abzug des Gewitters immer eine halbe Stunde warten, bevor man wieder rausgeht.

Was verraten Tiere über das Wetter?

Insekten lassen sich von der warmen, aufsteigenden Luft einer Schönwetterfront in die Höhe treiben. Abfallende Luft bei kühleren Temperaturen bringt sie in Bodennähe. Und auf der Suche nach Nahrung folgen ihnen die Vögel. Bei uns in den Bergen sind das die Dohlen. Es lohnt sich grundsätzlich zu beobachten, ob die Tiere ihr Verhalten ändern. Ein weiteres Beispiel sind die Gämsen in den Alpen. Wenn die tiefer steigen, dann fällt bald in den oberen Regionen Schnee.

Sind Wetter Apps zuverlässig?

Um zu erfahren, ob es in den nächsten Stunden regnet, sind Wetter Apps wie die vom Deutschen Wetterdienst brauchbar. Bei Prognosen für die nächsten vier bis fünf Tage sind sie allerdings weniger zuverlässig als der Wetterbericht im Fernsehen. Der Grund: Viele Apps arbeiten jeweils mit nur einem meteorologischen Modell. Die Prognose im TV wird hingegen von studierten Meteorologen erstellt, die viele unterschiedliche Modelle auswerten.

Was verraten uns Bäume über die Luftfeuchtigkeit?

Ja, bei hoher Luftfeuchtigkeit bleiben Tannenzapfen geschlossen. Wenn sie geöffnet sind, bleibt das Wetter schön. Bei ihrer Arbeit verlässt sie sich auf die Zeichen der Natur.

Was sagen uns Kondensstreifen?

Ist der Kondensstreifen hinter dem Flugzeug ganz kurz und verschwindet sofort wieder, dann ist die Luft da oben sehr trocken. Wir können, mit stabilem schönem Wetter rechnen. Anders sieht es aus, wenn der Kondensstreifen sich lange hält, vielleicht auch noch breiter wird. Das bedeutet: Die Atmosphäre ist feucht – es könnte regnen.

Morgenrot und Abendrot vorhersage möglich?

Ist der Himmel gegen Ende des Tages im Westen nicht bewölkt, sehen wir ein schönes Abendrot und das Wetter am nächsten Tag wird wahrscheinlich gut. Schlechtes Wetter kommt bei uns nämlich in 60 bis 70 Prozent aller Wetterlagen aus Westen. Ist der Himmel zur Morgendämmerung im Osten klar, hilft uns das bei einer Prognose deshalb nicht weiter – aus Richtung Westen könnte es ja trotzdem demnächst zuziehen.

Gibt es wetterfühlige Menschen?

Wir reagieren alle aufs Wetter. Zum Beispiel, wenn die kalte trockene Winterluft die Haut austrocknet. Menschen mit besonders niedrigem oder hohem Blutdruck bekommen Wetter änderungen tatsächlich schneller mit als andere, sie sind wetterfühlige Menschen. Hat man mit rheumatischen Erkrankungen zu tun, ist man auch sensibler für den Luftdruck und die Feuchtigkeitsveränderungen.

Wie wird der Sommer?

Seriös lässt sich das leider erst Ende Juni beantworten: Das Wetter am Siebenschläfertag (27. Juni 2022) noch sieben Wochen bleiben mag. Mit 70-prozentiger Wahrscheinlichkeit trifft diese Bauernregel zu, jedenfalls wenn wir einen Zeitraum von etwa zehn Tagen Ende Juni und Anfang Juli betrachten, bestätigt Meteorologin Katja Horneffer. Die Großwetterlage hängt vom Jetstream ab, einem Starkwindband in der oberen Atmosphärenschicht, das sich Ende Juni stabilisiert: Verläuft der Jetstream weit nördlich, werden Tiefdruckgebiete meist in Richtung Nordeuropa abgelenkt und Hochdruckgebiete bestimmen das Wetter bei uns. Verläuft er dagegen weit südlich, können Tiefs über Mitteleuropa hinweg ziehen.

Brauche man eine Wetterstation?

Aus meiner Sicht braucht man eine Wetterstation nicht unbedingt. Die aktuelle Temperatur verraten einem ja zum Beispiel die Wetter-Apps. Und viele kennen auch den Trick, dass man die Windrichtung herausfindet, indem man den angefeuchteten Finger in die Luft streckt. Wer aber Lust auf ein kleines Wetter Projekt hat, kann sich eine Station auch mit einfachen Hilfsmitteln wie Marmeladengläsern, Wasserflaschen und Luftballons selbst bauen: Anleitungen für Barometer, Thermometer und Hygrometer gibt es im Internet.

Müssen wir zukünftig mit Wetterextremen leben?

Ganz klares Ja. Dürresommer wie in 2018, 2019 und 2020 oder weitere Wetterextreme werden uns in Zukunft häufiger blühen. Darum empfiehlt es sich, den Garten so zu gestalten, dass die gesetzten Pflanzen auch mal mit wenig Wasser auskommen. Auch Starkregen und Hochwasser Katastrophen werden wahrscheinlicher. Denn die im Zuge des Klimawandels immer wärmer werdende Atmosphäre kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen. In der Nähe von Flüssen zu bauen, ist jetzt nicht mehr zu empfehlen.