Sie fühlen sich ständig müde und ausgelaugt? Dann helfen sogar schon kleine Tricks aus Wissenschaft und Naturmedizin, zum Energie tanken. Wir kennen die Rituale, die sofort für mehr Energie im Alltag sorgen.

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Lauwarmes Wasser trinken

Über Nacht verliert Ihr Körper etwa 500 ml Wasser, über die Ausatemluft. Gleicht man diese Flüssigkeitsmenge nicht aus, startet man den Tag „suboptimal“ und fühlt sich oft träge und ausgelaugt. Trinken Sie jeden Morgen zwei große Gläser zimmer- oder lauwarmes stilles Wasser (ca 400-500 ml Flüssigkeit, optimalerweise mit frischem Zitronensaft) schluckweise, aber relativ zügig auf nüchternen Magen.
20 Minuten Frühsport

Ein Guten-Morgen-Workout weckt bereits im Bett das Kreislaufsystem. Zuerst auf dem Rücken liegen bleiben, Beine angewinkelt nach oben strecken, wie beim Radfahren zu strampeln. Dann auf die Bettkante setzen, Arme abwechselnd nach oben strecken wie beim Äpfelpflücken.
Fingeryoga
Fingeryoga regt die Blutversorgung des Kopfes an, so eine Studie von Forschern der University of California. Bei Erschöpfung an beiden Händen mit dem Zeigefinger auf den Punkt unterhalb des Daumennagels drücken, dann den Ringfinger zum Daumen führen. 3 Minuten halten.
Hier ein Video wie ihr mit dem Fingeryoga starten könnt:
Wenn du interesse hast dich mit Yoga zu beschäftigen haben wir einen schönen Beitrag zu den unterschiedlichen Yoga Stilen.
Akupressur
Abgeschlagen heitsgefühle verschwinden ruck, zuck mit Wattestäbchen-Akupressur. Dafür mit einem Wattestäbchen den Shen-Men-Punkt in der Ohrmuschel sanft massieren – die dreieckige Mulde am oberen Ende des Außenohrs. Laut einer Studie der Winthrop University in South Carolina wirkt die Behandlung auch bei Burn-out und Schlafstörungen.
Haut bürsten

Trockenbürsten am Morgen regt die Durchblutung an: 10 Minuten Haut kreisförmig bürsten. Am rechten Fuß beginnen, langsam nach oben vorarbeiten. Zum Schluss ist der Oberkörper mit Bauch, Brust und Schultern an der Reihe. Nicht bei Krampfadern, empfindlicher Haut oder Schilddrüsenerkrankungen anwenden.
Ölziehen

In Ihrem Mund entscheidet sich, wie gut oder schlecht es um Ihre Gesundheit und Ihre Energie steht – und wie Ihre Darmflora aussieht. Zeit, die Mundhöhle besser zu pflegen. Zum Beispiel mit Ölziehen: Morgens die Mundhöhle mit Sesam-, Kokos-, Blumen- oder Olivenöl spülen, dabei etwa 1-2 TL Öl über mehrere Minuten durch die Zahnzwischenräume ziehen. Hier sind preisgünstige Öle kein Tabu (aber bitte nicht aus Plastikflaschen!)Ölziehen saugt Schadstoffe aus dem Mundraum, optimiert die Mundflora, lindert Entzündungen und reduziert Plaquebildung. Das benutzte Öl nie schlucken, im Hausmüll entsorgen, nicht im Waschbecken. Das Öl setzt sich sonst an Wasserrohren fest und saugt wie ein Schwamm einen unangenehmen Mix aus Haaren, Keimen und Essensresten im Siphon an.
In Bewegung kommen

Bauen Sie Bewegung in Ihren Tag ein, optimal sind etwa 30 Minuten. Denken Sie sich „Wenn-dann-Verknüpfungen“ aus, zum Beispiel: Wenn der Aufzug da ist, nehme ich ihn, wenn er nicht da ist, dann nehme ich die Treppe. Wenn. ich auf der Toilette war, dann mache ich danach 17 Kniebeugen. Wenn das Telefon klingelt, dann stehe ich auf und telefoniere im Stehen oder Gehen. Wenn ich etwas getrunken habe, dehne ich danach meine Arme etc. Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Atemübung zum Energie tanken

Bauchatmung am offenen Fenster in aufrechter Haltung versorgt den Körper mit Sauerstoff, vertreibt damit Schlappheit. Beine hüftbreit auseinanderstellen, 3–4 Sekunden durch die Nase tief in den Bauch einatmen und 3–4 Sekunden durch die Nase ausatmen. Wirkt nach 2 Minuten.
Leberwickel
Ein Leberwickel sorgt für ein hohes Energielevel, körperliche und geistige Leistungsstärke. Er ist als einfaches, angenehmes Ritual im Alltag leicht integrierbar, fördert Selbstwahrnehmung Selbstwert und Achtsamkeithat eine entspannende Sofortwirkung und lindert Stresssymptome. Ein guter Zeitpunkt für den Wickel ist zwischen 12 und 15 Uhr. Nach dem Essen ist die Leber gefordert und der Körper im Mittagstief auf Ruhe gepolt.
- Füllen Sie eine Wärmflasche mit lauwarmem, nicht mehr kochendem Wasser Tränken Sie ein kleines Handtuch mit warmem Wasser
- wringen Sie es aus, Legen Sie das Handtuch vorsichtig auf die Leberregion Positionieren Sie darauf die gefüllte.
- Umwickeln Sie die Wärmflasche mit einem großen, trockenen Handtuch und fixieren Sie den Wickel am Oberkörper.
- Genießen Sie den Wickel etwa 30 Minuten lang.
Kneippscher Espresso
Ein kneippscher Espresso fördert die Blutzirkulation und erfrischt in Sekundenschnelle ganz ohne Koffein bei Müdigkeit: Waschbecken mit kaltem Wasser füllen, Hände und Arme bis zur Mitte der Oberarme für 30 bis 40 Sekunden eintauchen.
Noch mehr Informationen zum Armbad findet ihr in diesem Beitrag von Kneipp.
Essenspausen
Die aktuelle Forschung empfiehlt zwei bis maximal drei Hauptmahlzeiten. Dabei sollten Sie zwischen den Mahlzeiten tagsüber Pausen von mindestens drei bis maximal sechs Stunden einhalten. Zwischenmahlzeiten sollten die Ausnahme sein, nicht die Regel.
Lebensmittel gut Kauen
Schlechtes Kauen fördert potenziell das Entstehen eines ungesunden Darmmilieus und einer löchrigen Darmschleim- hautbarriere, was zu müde machenden Nahrungsmittelintoleranzen und Autoimmunkrankheiten führen kann. Also K-A-U-E-N Sie! Es entscheidet über Ihre Gesundheit und Ihren Energielevel stärker, als Sie ahnen.
Mikronährstoffe
Ohne Nährstoffe kann unser Körper nicht funktionieren. Unterschieden wird dabei zwischen Makronährstoffen und Mikronährstoffen. Vereinfacht ausgedrückt, sind Makronährstoffe die direkten Energielieferanten des Körpers, während Mikronährstoffe vom Körper zwar gebraucht werden, jedoch keine Energie liefern. Stattdessen haben sie jedoch andere wichtige Aufgaben zu erfüllen. Zu den Makronährstoffen zählen etwa Kohlenhydrate und Fett. Unter die Mikronährstoffe fallen sämtliche Vitamine, dazu auch Spurenelemente und Mineralien.
Fehlen einzelne Vitamine oder Spurenelemente oder sind sie in zu geringer Menge vorhanden, spüren wir das recht bald. Wir fühlen uns z.B. nicht so fit, schlafen schlechter und können uns nicht mehr so gut konzentrieren.
Bunte Lebensmittel

Setzen Sie auf naturbelassene Lebensmittel aus nachhaltiger Produktion Wichtig sind wasser- und ballaststoffreiche, sättigende und nährstoffdichte Lebensmittel (Gemüse Salate zuckerarme Obstsorten), hochwertige Eiweiße (Nüsse, Samen, Kerne Pilze Hülsenfrüchte [nach Verträglichkeit), in Maßen Bio Eier, Fisch und Fleisch aus nachhaltigen Quellen)Milch und Milchprodukte (Kuh-, Schaf-, Ziegen- milch) in Maßen (bis ca. 250 Gramm pro Tag) – achten Sie hier vor allem auf die Verträglichkeit, nicht wenige Menschen haben ein unerkanntes Problem mit Milcheiweiß (z.B. Kann es müde machen oder Migräne auslösen), dazu gesunde Fette aus Lebensmitteln wie Nüssen und Samen, Kernen Avocados Oliven und Pflanzenölen aus qualitativ hochwertiger Produktion sowie Kräuter und Gewürze.
Antientzündlich essen
Was Sie essen, wie und wie oft Sie essen, all das hat Einfluss auf Ihr körperliches und seelisches Wohlbefinden und Ihr Energielevel Nahrung kann Ihr bester Freund und Gesundmacher oder Ihr schlimmster Feind sein Deshalb ist es wichtig, sicherzustellen, dass Sie kein Entzündungs-Esser“ sind. Das heißt, Sie sollten möglichst wenig entzündungsfördernde Nahrungsmittel wie kohlenhydratdichte, transfett-zucker- oder süßstoff reiche Produkte zu sich nehmen.
Intervalfasten oder Heilfasten
Je länger Sie die Pause zwischen Abendessen und Frühstück hinauszögern (als eine Art Intervallfasten en miniature), umso stärker reinigt sich der Körper, die Autophagie, durchwischen und mit der Müllabfuhr müde und krank machenden Zellschrott abtransportieren.
Um die Autophagie zu zünden, ist eine Essenspause über Nacht von mindestens zwölf Stunden bei der Frau und 13 Stunden beim Mann notwendig. In der Regel ist eine Nahrungspause von 13 bis maximal 16 Stunden praktikabel und empfehlenswert. Genießen Sie Ihr Frühstück dann, wenn sich der Hunger meldet, und je später, desto besser. Aus einem Spätstück kann auch ein sehr frühes Mittagessen werden.
Alternativ kann auch das Heilfasten sein. Mehr dazu in unserm Beitrag über Heilfasten: