Wohlfühlen

Mit Niksen Körper und Geist eine Auszeit gönnen

Um Körper und Geist eine Pause zu gönnen, haben die Niederländer ein simples Konzept: das Niksen Dieses Nichtstun hat nichts mit Faulenzen zu tun. Es geht darum, sich bewusst kleine Auszeiten im anstrengenden Alltag zu gönnen.

Haben Sie schon mal versucht, einfach mal nichts zu? Sich auf die Couch zu setzen, die Beine hochzulegen, sich nicht mehr zu bewegen, nicht mehr zu denken. Ganz schön schwierig, oder? Plötzlich fällt einem ein, dass man die Einkäufe noch gar nicht in den Kühlschrank geräumt hat, beim Arzt anrufen wollte, die Blumen gegossen werden müssten oder dass man dicke Socken braucht, weil es doch etwas kühl auf der Couch ist. Und schon war’s das mit der Auszeit. Dabei hätte die kleine Pause Körper und Geist jetzt richtig gutgetan.

Selbstfürsorge

Ich sitzt inzwischen öfter auf der Couch und versucht, einfach nichts tun. Entdeckt hat die Journalistin und Buchautorin diesen neuen Trend des Nichts tuns bei den Niederländern. Die nennen das Niksen. „Es ist die einfachste Form der Selbst fürsorge, also sich selbst etwas Gutes zu tun, die man sich vorstellen kann“. Das einzige Problem dabei: „Wir wissen einfach nicht, wie man das macht. Nichtstun mag einfach klingen. Ist es aber überhaupt nicht“, weiß Mecking. Betriebsamkeit sei dabei ein Teil des Problems. Hinzu komme noch der Leistungsdruck, den man sich meist selbst auferlegt. Schließlich soll alles perfekt sein – bei der Arbeit und im Privatleben. Für Nichtstun bleibt da keine Zeit.

Perspektivwechsel

Wie also starten mit dem Projekt Nichtstun? Indem man die Perspektive wechselt, schlägt die Expertin vor: „Wer Niksen annimmt, erlaubt sich, weniger zu tun. Wir erkennen, dass wir nicht so geschäftig sein müssen und es langsam angehen dürfen.“ Selbst wenn Niksen etwas Einsatz erfordere, weil wir die Zeit zum Entspannen finden müssten, versichert die Autorin, dass es dafür nicht mal nötig sei, das Leben zu ändern. Das heißt: Nichtstun ist nichts, was Sie sich erst erlauben können, wenn Sie alle anderen Aufgaben erledigt haben. Auch wenn Sie eine Pause einlegen, obwohl der Terminkalender voll ist, sind Sie immer noch ein fleißiger und wertvoller Mensch.

Im Urlaub üben Wenn es den noch schwer fällt, die Beine kurz hochzulegen, schlägt Mecking vor, es im Urlaub zu versuchen: Schließlich sind Urlaubsziele wie Strände, Wälder oder Berge nicht nur wunderbar zum Wandern, Schwimmen und dem Genuss köstlicher Spezialitäten geeignet. Sie sind auch die perfekte Kulisse zum Niksen. Am Strand entspan nen und den Wellen zuschauen, wie es die Niederländer im Sommer so oft tun. „Niksen ist eine Auszeit, eine ruhige Zeit, sich einen Moment gönnen, um herunterzukommen und zu entspannen und vielleicht ein wenig nachzusinnen“.

Positive Effekte vom niksen:

Niksen ist kein Luxus, sondern wichtig für die Gesundheit. Unser Körper und unser Gehirn brauchen das Niksen, um ihre Arbeit gut machen zu können, stellt Olga in ihrem Ratgeber klar. „Nach einer Niks-Pause sind wir nicht nur ausgeruhter, sondern haben auch mehr Klarheit und sind besser ausgerüstet, den Herausforderungen unseres Alltags entgegenzutreten. Darin liegt die wahre Kraft des Niksen. „Zudem macht Niksen kreativer, produktiver und hilft dabei, bessere Entscheidungen zu treffen, weil man durch die Arbeitspausen bessere Leistung erbringt.

Niksen lernen Für viele ist das

Zuhause der Ort, an dem sie entspannen und runterkommen können. Es kann aber auch ein sehr stressiger Ort sein – weil auch hier viele Verpflichtungen warten. Eine niks freundliche Umgebung kann hier helfen. Und auch Umdenken: Viele Menschen, die eine Pause machen, haben dabei Schuldgefühle. Schieben Sie diese Ge danken beiseite. Das Nichtstun ist am Anfang anstrengend, weil man es nicht gewohnt ist. Bleiben Sie einfach dran und versuchen Sie es immer wieder. Ein weiterer Punkt: Geben Sie Aufgaben ab. Sei es, die Kinder selbst aufräumen zu lassen oder dem Partner das Wäsche aufhängen zu übertragen. Es gibt sicherlich Dinge, die ausgelagert werden können und die Ihnen mehr Zeit schenken.

Not-to-do-Liste Oder wie

Wie wäre es mal mit einer Not-to do-Liste? Schreiben Sie die Dinge auf, die Sie nicht mehr machen wollen. Überlegen Sie, ob diese Tätigkeit Sie weiterbringt oder ob es schwerwiegende Konsequenzen hat, wenn Sie diese Aufgabe nicht erledigen. Üben Sie ruhig auch, Nein zu sagen zu Dingen, die Sie nicht weiterbringen. Um dann – Sie ahnen es – in der neu gewonnen Zeit herum niksen.

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