Wohlfühlen

Grüne Mitbewohner Lindern Stress

Zimmerpflanzen haben seit der Coronapandemie für viele an Bedeutung gewonnen. Sie verschönern das Zuhause und sorgen für ein prima Raumklima. Ihre Pflege empfinden Pflanzenliebhaber als sinnstiftend und stress lindernd. Manch einer fühlt sich umgeben von Blattgenossen sogar weniger allein. Lesen Sie, was bei den grünen Mitbewohnern zu beachten ist.

Pflanzen als Lebensgefährten

Sie sind grün, sie sind da und sie verbreiten Hoffnung – nicht von ungefähr erleben Zimmerpflanzen gerade eine Renaissance. Die Ufopflanze mit ihren kreisrunden Blättern, eine robuste Bananenstaude, die Monstera mit kultig-durchlöchertem Blattgrün, eine Begonie in Forellenoptik oder ein Ficus Owen mit Blättern wie Elefantenohren – Zimmerpflanzen sind gut für die Seele. Vor allem in der Summe bilden sie eine beruhigende Clique, die auf uns Menschen sogar heilsam wirken kann, wie Studien² besagen und die Pflanzenliebhaber intuitiv spüren. Es lohnt sich also, Zimmerpflanzen eine Chance zu geben, auch ohne grünen Daumen.

So kommen Sie auf einen grünen Zweig

Ein paar Dinge sind beim Pflanzenkauf ganz wesentlich. Wer Zimmerpflanzen nach dem Motto anschafft: ,,Die Pflanze gefällt mir, die nehm ich“ und sie einfach an den Platz stellt, an dem sie am besten wirkt, hat meist Pech. Steht sie an einem Ort, der nicht ideal für sie ist, geht sie ein. Überlegen Sie sich vor dem Kauf daher, was Sie grünen Mitbewohnern bieten können: sehr sonnige, schattige oder halbschattige Plätze? Am besten lassen Sie sich beraten, welche Pflanzen für welchen Platz infrage kommen. Neben detailreichen Infos für Pflanzen Neulinge finden Sie im Buch „Aufblühen“ von Sarah Remsky zum Beispiel auch einen praktischen Test, mit dessen Hilfe Sie herausfinden, welche Zimmerpflanze zu Ihnen auch als Pflanzentyp passt. Bei der Anschaffung sollte man zudem bedenken, dass manche Pflanzen giftig sind und daher problematisch für kleine Kinder und Haustiere.

Gemeinsam mit Kindern können Sie auch auf experimentelle Weise einen Zugang zu Zimmergrün finden: Essen Sie gern Avocado? Legen Sie mehrere Kerne obenauf in einen Blumentopf mit Erde, alle paar Tage gießen, ohne dass die Erde zu feucht ist. Nach ein paar Wochen öffnen sich die Kerne und Blätter an langen, schlanken Stielen recken sich in kurzer Zeit dekorativ in die Höhe. Avocados vertragen unterschiedliche Lichtverhältnisse. Wer Pflanzen wachsen sieht, die er selbst gezogen hat, kann stolz behaupten: Das habe ich geschafft!

Einsteigerfreundliche Pflanzen sind

(Zamioculcas zamiifolia) und BOGENHANF (Sansevieria). Sie kommen auch mit eher dunklen Standorten zurecht und brauchen nur etwa alle zwei Wochen Wasser.

Pflanzen sprechen lassen

Der Anblick von Pflanzen hellt die Stimmung auf. Puls und Blutdruck sollen in ihrer Gegenwart purzeln. Das Stress niveau sinkt. Eine gute Voraussetzung für entspanntes und kreatives Arbeiten im Homeoffice oder Büro. Pflanzen bereiten die verbrauchte Atemluft auf. Obendrein produzieren sie auch Sauerstoff, vor allem wenn sie viel Sonne und Wasser bekommen. Zimmerpflan zen verbessern das Raumklima, indem sie Wasser an die Raumluft abgeben. Das trägt dazu bei, dass die Atemwege besser befeuchtet werden und so weniger anfällig für Erkältungsviren sind.

Pflanzen als Luftfilter

Topfpflanzen sind Lebewesen, die insgesamt eine erstaunliche Wirkung entfalten können: Das Binnengrün kann die Umgebungsluft von Schadstoffen reinigen. Es entzieht der Luft Feinstaub aus Druckern oder Schadstoffe wie Formaldehyd, Ammoniak oder Benzol. Kein Wunder, dass in ihrer Gegenwart nachweislich die Konzentration und Gedächtnisleistung steigern. Allerdings können Zimmerpflanzen auch für dicke Luft sorgen zum Beispiel bei Menschen, die an einer Allergie leiden: Bei einer Latexallergie reagieren Betroffene auch auf Gummibäume. Und Schimmel, der schon mal unbemerkt am Tontopf oder in der Pflanzenerde entstehen kann, reizt empfindliche Atemwege.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.