Gesunde Lebensmittel zur stärkung des Immunsystems im Winter

Gesunde Ernährung im Winter
Gesunde Lebensmittel im Winter

Es ist Erkältungszeit! Da brauchen wir starke Abwehrkräfte. Einige Lebensmittel können unsere Gesundheit jetzt enorm unterstützen. Warum man dabei auf saisonale Produkte setzen sollte, erklären wir hier

Nachts ist es jetzt schon eisig kalt, morgens liegt Raureif auf dem Rasen. Tagsüber brauchen wir eine dicke, warme Jacke, wenn wir draußen unterwegs sind. Und überall hören wir Menschen husten oder niesen, bei der Arbeit in der Apotheke sowieso.

Umso wichtiger ist es, jetzt das Immunsystem zu pushen und viel Gesundes zu essen. Vielleicht eine leckere Suppe mit Kohl und Möhren? Oder Bratkartoffeln mit Rote Beete-Salat? Das sind Gerichte, die zum Winter einfach dazugehören.

Zum einen, weil sie köstlich schmecken und wir sie seit Kindertagen kennen. Zum anderen aber auch, weil sie Gemüsesorten enthalten, die gerade Saison haben und vom Feld nebenan kommen. Das macht das Mittagessen heute unter Umweltaspekten irgendwie noch attraktiver und übrigens auch gesünder!

Aber was passiert eigentlich, wenn wir jetzt regelmäßig diese gesunden Lebensmittel verzehren? Wir stärken unser Immunsystem, versorgen es mit reichlich Vitaminen und Nährstoffen und verringern so laut Studien unser Infektrisiko deutlich. Es lohnt sich also, mehr davon auf den Einkaufszettel zu schreiben.

Welche vier Sorten dabei in den nächsten Wochen nicht fehlen sollten, verraten wir in diesem Beitrag. Regionale und saisonale Sorten sind übrigens besonders gut für unsere Körperverteidigungsmechanismen, weil sie extrem frisch und deshalb nährstoffreich sind. Und kurze Transportwege sind gut für die Umwelt – das gibt uns ein gutes Gefühl. Aber werfen wir erst einmal einen Blick auf die Gesundwirkungen von Rosenkohl, Grünkohl und Co

Rosenkohl ist gut für den Darm

Wegen seines leicht bitteren Geschmacks mochten wir ihn als Kinder nicht. Heute schmeckt er gut gewürzt sehr lecker und gehört zu einem köstlichen Winter-Menü dazu. Für diese geschmackliche Nuance im Rosenkohl sind die gesunden Senfölgylcoside (oder auch: Glucosinolate) verantwortlich.

Sie schützen unsere Zellen und wirken vorteilhaft auf die Darmflora. Während der Verdauung und Verstoffwechselung des Rosenkohls entstehen nämlich sekundäre Pflanzenstoffe. Freiburger Forscher haben in einer Studie herausgefunden, dass diese die Abwehrkraft des Menschen aktivieren, indem sie das Darmmilieu verbessern und die Bildung neuer Lymphfollikel anregen. Warum das so wichtig für unser Immunsystem ? In den Follikeln werden weiße Blutkörperchen trainiert, die einen wesentlichen Anteil am Abwehrschutz haben. Plus: Rosenkohl ist reich an Ballaststoffen, die für eine gesunde Verdauung essentiell sind. Bereits 100 Gramm decken ein Siebtel unserer benötigten Tageszufuhr. Mindestens einmal pro Woche eine Portion à 150 Gramm verzehren.

Grünkohl bekämpft Entzündungen

Sie denken, bei einer nahenden Erkältung sollten Sie zu Zitrone und Kiwi greifen, weil das die absoluten Vitamin-C-Bomben sind? Gehen wir beim nächsten Einkauf doch lieber beim Gemüseregal vorbei und schnappen uns einen Kopf Grünkohl! Nur 100 Gramm davon decken unseren Tagesbedarf an Vitamin C. Damit viel davon erhalten bleibt, am besten nicht zu lang kochen. Noch dazu liefert Grünkohl reichlich Vitamin E: Es ist eines unserer wichtigsten Zellschutz-Vitamine und kann effektiv zur langfristigen Stärkung des Immunsystems beitragen.

In den nährstoffreichen Blättern vom Grünkohl stecken aber noch mehr Gesundwunder: Die sekundären Pflanzenstoffe Kaempferol und Quercetin beugen Entzündungen und Infektionen vor. Studien zeigen zudem, dass das enthaltene Senföl Sulforaphan unser Immunsystem vor schädlichen Zellen beschützen kann. Mindestens einmal pro Woche verzehren probieren Sie als Würzmittel mal Kreuzkümmel, Knoblauch, Peperoni und Erdnussbutter. Total lecker!

Rote Bete bildet Antikörper

Bei der Zubereitung von Rote Bete kann es schon einmal vorkommen, dass uns die hartnäckige rote Farbe nervt, die sich partout nicht von den Händen abwaschen lässt. Aber genau sie ist es, die unser Wintergemüse Rote Bete so gesund macht. Verantwortlich ist der Pflanzenstoff Betanin. Er schützt uns vor Zellschäden, Zellveränderungen und Entzündungsprozessen im Körper. Noch dazu stimulieren Betanine die Leberzellen und unterstützen so den Abtransport von Giftstoffen, die das Immunsystem angreifen.

Diese Wirkung wird durch die enthaltenen Stoffe Vitamin C, Zink und Selen unterstützt. Und noch ein Vorteil: 100g Rote Bete liefern ein Zehntel des Tagesbedarfs an Eisen. Das essenzielle Spurenelement ist an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt. Besonders wichtig ist der Sauerstofftransport im Blut. Gemeinsam mit den anderen enthaltenen Spurenelementen unterstützt es zudem die Blut- und Antikörperbildung. Das ist vor allem für Frauen wichtig, weil sie während der Periode häufig an einem Eisenmangel leiden. Wichtig: Die Rübe immer mit Schale kochen, damit die Inhaltsstoffe nicht verloren gehen.

Blätter und Wurzeln unbedingt abdrehen. In kochendem Wasser brauchen die Rüben bis zu 45 Minuten, bis sie weich sind. Um einen langfristigen Effekt auf das Immunsystem zu verspüren, mindestens einmal pro Woche eine Portion rote Bete à 125 Gramm verzehren.

Mehr Ballaststoffe durch Äpfel

Als gesunder Snack zwischendurch gibt es nichts Besseres als einen Apfel. Er passt in jeden Rucksack, schmeckt super und ist noch dazu ein wahrer Immunstärker! Schon fünf Äpfel pro Woche reichen, um unserem Immunsystem etwas Gutes zu tun. Das haben Forscher der Universität London herausgefunden.

Diese fünf Äpfel genügen demnach, um unsere Lungenfunktion zu verbessern. Die Wirkung ist auf das Antioxidans Quercetin zurückzuführen. Indem es Entzündungen in den Atemwegen und Lungen verringert und allergische Reaktionen auf Pollen blockiert, trägt es noch dazu zur Linderung oder Vorbeugung von Asthma bei. Aber nicht nur unsere Lunge profitiert von unserer Lieblingsobstsorte, sondern vor allem auch unser Darm.

Denn neben den reichlich enthaltenen Vitaminen steckt der Apfel voller Ballaststoffe. Und inwiefern helfen die unserem Darm? Studien zeigen, dass nach dem Verzehr eines Apfels die Menge an kurzkettigen Fettsäuren im Darm ansteigt. Und genau sie sind essenziell für unsere Darmbakterien. Mithilfe kurzkettiger Fettsäuren kann unser Darmmilleu den Körper vor chronischen Entzündungen schützen, aber auch unsere Abwehrkraft stärken.

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