Schlafen

Die vier Phasen des Schlafens

Egal, ob Sie sofort eindösen oder ewig Schäfchen zählen müssen, bis Sie endlich weg schlummern: Wenn Sie sich zur Nachtruhe betten, werden Ihre Hormone erst richtig wach.

PHASE 1: Müde Äuglein

22 Uhr: Zeit, ins Bett zu gehen. Nicht nur die Uhrzeit auf dem Wecker, auch die innere Uhr läutet das Signal um 22 Uhr: Zeit, ins Bett zu gehen. Nicht nur die Uhrzeit auf dem Jecker, auch die innere Uhr läutet das Signal um Schlafengehen ein. „Schon in den ersten Lebensmonaten wird der Körper auf diesen Tag-Nacht-Rhythmus steuert“, erklärt Schlafforscher Dr. Jürgen aus Regensburg. Sie werden immer schläfriger, denn die dunkelheit, die auf Ihre Netzhaut trifft, sorgt dafür, dass das Schlafhormon Melatonin im! Gehirn ausgeschüttet wird. DIE LEISTUNGSSYSTEME FAHREN RUNTER, DIE MUSKULATUR ENTSPANNT SICH, UND SIE BEGINNT GELEGENTLICH ZU JUCKEN. „Keine Sorge, die Zuckungen sind eine Nebenerscheinung der aufkommen Entspannung – also ein gutes Zeichen.“

PHASE 2: Verwirrende Träume

Etwa 15 Minuten nach dem Wegschlummern gehen Sie vom leichten Schlaf in den Tiefschlaf über. IHRE KÖRPERTEMPERATUR SINKT UM EINEN HALBEN GRAD, UND IHR HERZ SCHLÄGT 20 PROZENT LANGSAMER. Es folgt ein ständiger Wechsel zwischen immer kürzer werdenden Tiefschlafphasen und den sogenannten REM-Phasen, in denen Sie träumen. Auch wenn Sie es selbst nicht mitbekommen, ist Ihr Körper jetzt ziemlich aktiv: Schnelle Augenbewegungen und eine hohe geistige Aktivität gehören dazu. Denn Ihr Gehirn kreiert in diesen Traumphasen eine wilde Mischung aus aktuellen Gefühlen, Erinnerungen und unterschiedlichen Standbildern aus den vergangenen 10 Jahren.

PHASE 3: Unfreiwillig nachtaktiv

Um 3 Uhr nachts schlägt es Mitternacht für Ihren Körper. Das mag unlogisch klingen, aber die Natur hat’s tatsächlich so eingerichtet: „Egal, wann Sie ins Bett gehen, ab 3 Uhr bereitet sich. der Körper aufs Aufwachen vor.“ Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie jetzt wach werden. – und es auch länger als 3 Minuten bleiben ist sehr hoch. DENN DER CORTISOLSPIEGEL STEIGT AN, UND DAS AKTIVITÄTS HORMON BRINGT DEN STOFFWECHSEL AUF TRAB. Problem: Sind Sie erst mal wach, kommt die tückische Seite des Melatonins zum Vorschein: Es macht nämlich nicht nur müde, sondern verstärkt auch depressive Gefühle. Schaffen Sie es nicht, rechtzeitig wieder einzuschlafen, grübeln Sie schlimmstenfalls bis der Wecker klingelt.

PHASE 4: Schlecht gelaunt und hungrig

Riiiinnnngggg! Die Nacht geht unsanft zu Ende, und das schlägt auf die Laune: SIE SIND GEREIZT UND MACHEN DEM NAMEN MORGENMUFFEL ALLE EHRE. Dafür können Sie nichts: „Einen so hohen Cortisolspiegel wie jetzt haben Sie in keiner anderen Phase des Tages.“ Aber Sie sind auch aktiv und haben einen Bären hunger. Denn das Hormon Ghrelin verdrängt den über Nacht aktiv gewesenen Appetitzügler Leptin und macht Lust aufs Frühstück. Na, dann guten Appetit!

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