Welche Alternativen zu Zucker gibt es?

Leugnen zwecklos: Wir alle naschen. Aber wir alle wissen auch: Der Zucker in den Leckereien hat seine Schatten seiten. Zum Glück gibt’s Alternativen – hier sind sie.

Studien beweisen: In hohen Dosen wirkt Zucker wie ein Gift. Hierbei ist die Rede von isoliertem, künstlichem Zucker, also industriell hergestelltem Zuckersirup, der in rund 3/4 aller abgepackten Lebensmittel und in praktisch jedem süßen Getränk steckt. Zucker führt langfristig zu Übergewicht, Diabetes, Herz Kreislauf-Erkrankungen und Leberschädigungen, wie Wissenschaftler bereits seit Jahren erforschen und belegen. Knapp 20 Prozent der täglichen Kalorienaufnahme stammen inzwischen aus Zucker, früher waren es nur knapp 5 Prozent. Zucker wird heutzutage nicht mehr zum Süßen verwendet, er ist ein Hauptnahrungsmittel – und das ist schädlich. 17 Teelöffel landen pro Tag durchschnittlich in Europa auf dem Teller, maximal 6 sollten es laut WHO sein. Unser Überblick hilft Ihnen, die vielen verschiedenen Zuckerarten zu erkennen und bestmöglich einzusetzen.

Was ist Ahornsirup?

Ahornsirup ist ein eingedickter Saft des Ahorns, meist aus Kanada. Ahornsirup hat eine Goldgelbe Farbe. Die Qualität unterscheidet sich in der Farbe. Je heller der Sirup, desto hochwertiger ist er. Ahornsirup ist süßer als Zucker, 80g Sirup ersetzen 100g Zucker. Der Sirup kann für das Backen, Kochen, im Müsli und als Topping für Pancakes genutzt werden.

Was ist Melasse?

Der dunkle Sirup fällt als Nebenprodukt bei der Zuckerherstellung aus Zuckerrüben und Zuckerrohr an, schmeckt leicht bitter mit Lakritznote. Melasse hat viele Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die antioxidativ und entzündungshemmend wirken. Beachten Sie die Farbe den, je dunkler die Farbe, desto weniger Zucker hat die Melasse. Nutzen Sie es für das Backen und Kochen.

Was ist Agavendicksaft?

Vegane Honig-Alternative aus der Agavenpflanze, allerdings flüssiger und süßer. Agavaendicksaft hat 90 Prozent Fructose anteil, er ist süßer als Zucker – also können Sie weniger verwenden! Je dunkler die Farbe vom Agavendicksaft, desto intensiver das Karamellaroma. Der Saft eignet sich für das Backen, Kochen, Müsli und Zubereitung von Salatdressings.

Was ist Xylit?

Xylit ist ein Zuckerersatzstoff, der mit relativ hohem Energieaufwand aus landwirtschaftlichen Reststoffen wie Stroh oder Mais extrahiert wird.

Xylit hat 40 Prozent weniger Kalorien, nur wenig Auswirkung auf den Insulinspiegel, greift die Zähne nicht an, schützt sie sogar da er antikariogen ist. Es wirkt allerdings bei zu hoher Aufnahme abführend und führt zu Blähungen und Durchfall. Xylit wir gerne in der Low-Carb-Küche eingesetzt.

Kokosblütenzucker

Kokosblütenzucker ist ein aufwendig aus Kokos palmblüten gewonnenes Pulver. Kokosblütenzucker wirkt sich deutlich weniger auf den Blutzuckerspiegel aus als normaler Haushaltszucker. Hochwertige Produkte sind roh und enthalten dann Zink, Eisen, Calcium und Kalium. Kokosblütenzucker wird eingesetzt für alles, was gezuckert wird.

Was ist Stevia?

Stevia ist ein kalorienfreier Süßstoff aus der Steviapflanze. Die Steviapflanze stammt aus Südamerika. Stevia ist rein pflanzlich, enthält keine Kalorien und wirkt sich nicht auf den Blutzuckerspiegel aus.

Sie wird nur in sehr geringen Mengen benötigt, dadurch fehlt beim Backen oft das Volumen im Teig. Beim Kauf darauf achten, dass das Produkt nur Stevia enthält und nicht mit Aspartam gestreckt ist. Stevia eignet sich für alles außer Backen.

Was ist Reissirup?

Entsteht durch vermahlenen Reis, der mit Wasser und Enzymen versetzt und erwärmt wird. Reissirup enthält keine Fructose sondern Glucose, Maltose und Mehrfachzucker. Schmeckt karamellig. Reissirup hat einen hohen Wasseranteil, ist aber nur halb so süß wie Zucker.  Nutzen Sie den Reissirup für das Backen, Kochen und im Dressing.

Süßkraft verschiedener Zucker

Es gibt 56 Zuckerarten, alle verschieden zusammengesetzt. Die 10 wichtigsten nach Süßegrad.

Lactose: 0,16g enthalten in Milch und Milchprodukten Schmeckt kaum süß, gehört aber chemisch zum Zucker. Das Disaccharid besteht aus je einem Molekül Glucose und Galactose.

Sorbit: 0.5g enthalten in diätetischen Lebensmitteln und Kaugummi Zuckeraustauschstoff, der insulinunabhängig verstoffwechselt wird. Die geringere Süßkraft gleicht den Kalorien Vorteil dann aber wieder aus.

Glucose: 0,75g in Honig und Agavendicksaft Sie ist allgemein besser als Traubenzucker bekannt und der absolute Lieblingstreibstoff von Muskeln und Gehirn.

Maissirup: 0,92g steckt in Backwaren, verarbeiteten Produkten sowie süßen Softdrinks. Pur ist Maissirup reine Glucose. Ein Teil wird in Fructose umgewandelt und als High Fructose Corn Syrup allen Süßigkeiten und Fertiggerichten zugesetzt. Die häufigste Mischung besteht aus 42 Prozent Fructose und 58 Prozent Glucose. Eine andere oft genutzte ist aus 55 Prozent Fructose und 45 Prozent Glukose, die dann noch süßer schmeckt als die 42-prozentige Variante.

Saccharose: 1,0g in verarbeiteten Lebensmitteln und Getränken. Den kennen Sie sicher: Unser normaler Haushaltszucker besteht aus einem 50:50-Mix aus Glucose und Fructose und stammt aus Zuckerrüben oder Zuckerrohr.

Fructose: 1,4g enthalten in Früchten, Honig und Agavendicksaft. Natürlicher Einfachzucker aus Früchten, der je nach Frucht süßer oder weniger süß schmeckt.

Aspartam: 200g enthalten in Light-Produkten und Kaugummi. Der synthetische Süßstoff ist ein Dipeptid, das aus 2 unterschiedlichen Aminosäuren besteht.

Stevia: 250g steckt in zuckerfreien Produkten Pflanzlicher Süßstoff der süd- und mittelamerikanischen Pflanze Stevia mit sehr hoher Süßkraft. Bitterer Nachgeschmack.

Sucralose: 600g steckt in kalorienreduzierten Desserts und Getränken Starker Süßstoff, der durch die Chlorierung von Zucker entsteht.

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Marina Salow Profilbild
Auf Beautymadel möchte ich mich als Mutter und Hausfrau verwirklichen. Ich betreibe Beautymadel seit 2021 und schreibe Beiträge zum Themen wie Gesundheit, Ernährung, Beauty, Nachhaltigkeit und Wohlbefinden.