Freitag, August 19, 2022

Wieviel Fett ist gesund und welches Fett nutzen?

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Je weniger fettreich die Ernährung, desto besser? Nein. Aber es macht einen Unterschied, ob wir Speck essen oder Nüsse – und wie viel davon.

Fette im Überblick

Lange wurde Fett verteufelt. Doch neben anderen Lebensmittelgruppen wie Eiweiß, Gemüse und Obst braucht der Körper viele Fette sogar dringend. Ob sie schaden können, liegt vor allem an Zubereitung und Zusammensetzung.

Gesättigte Fettsäuren

Sie stecken in Milchprodukten wie Butter oder Käse und in Fleisch. Sie sind nicht so schädlich wie oft behauptet. Verarbeitete Produkte wie Wurst oder Schinken sollte man jedoch besser meiden.

27g ist die maximale Tageszufuhr an gesättigten Fettsäuren.

Marina

Einfach ungesättigte Fettsäuren

Darunter fallen viele pflanzliche Fette wie zum Beispiel die aus Oliven- oder Rapsöl, aus Nüssen oder Avocado. Letztere enthält zwar gesundes Fett, sollte jedoch, genau wie der Fisch rechts, mit Blick auf die Umwelt nur selten konsumiert werden.

27g ist die maximale Tageszufuhr an ungesättigten Fettsäuren.

Marina

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren

Omega-6-Fettsäure. Oft essen wir zu viel Omega-6, während entzündungshemmende Omega-3-Fettsäuren zu kurz kommen. Viel Omega-6 steckt in Sonnenblumenöl, aber auch in Eiern und Geflügel. Vorzuziehen sind Lein-, Raps- oder Walnussöl.

5g ist die maximale Tageszufuhr an Omega-6-Fettsäuren.

Marina

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren Sie sind in einigen pflanzlichen Ölen, in Walnüssen und fettigem Fisch enthalten. Fisch ist ökologisch problematisch und oft schadstoffbelastet. Fischöl- oder Algen kapseln sind eine gute Alternative.

22g ist die maximale Tageszufuhr an Omega-3-Fettsäuren.

Marina

Auf Menge und Qualität des Fettes kommt es an

Ungesättigte und gesättigte Fettsäuren am besten im Verhältnis 2:1 konsumieren. Bei Omega-6 und Omega-3 liegt ein gutes Verhältnis bei 1:5.

Wofür der Körper Fett unbedingt braucht Fett ist ein wichtiger Energielieferant und unerlässlich für die Gesundheit.

Katalysator für fettlösliche Vitamine

Die Vitamine A, E, D und K sind fettlöslich. Der Körper kann diese wichtigen Stoffe nur aus der Nahrung aufnehmen, wenn wir sie zusammen mit Fett zu uns nehmen.

Energiespeicher und Wärmeschutz

Fett liefert langanhaltende Energie. Das Fettgewebe unter der Haut und um die Organe dient als Polsterung und hilft uns, die richtige Körpertemperatur aufrechtzuerhalten.

Baustoff für die Zellwände

Unsere Zellwände, etwa die der Gehirnzellen, bestehen aus Fett. Gerade für die Gehirnentwicklung von Babys ist es besonders wichtig, dass Schwangere viel Omega-3 zu sich nehmen.

Ein zunehmendes Problem

Pflanzliche Fette, etwa aus Raps, sind tierischen vorzuziehen. Problematisch am Butterverbrauch ist aber vor allem der Verzehr mit verarbeiteten Kohlenhydraten wie Weißmehlprodukten.

Übergewicht gehört global zu den größten Gesundheitsproblemen des 21. Jahrhunderts. Seit den Siebzigern steigt die Zahl übergewichtiger Menschen in Deutschland kontinuierlich.

Die Ursachen für Übergewicht sind divers: Zu viel Fett spielt zwar eine Rolle, vor allem haben aber Zucker, gesüßte Getränke und verarbeitete Weißmehlprodukte großen Anteil an der Verbreitung von Adipositas.

Pflanzliche Fette, etwa aus Raps, sind tierischen vorzuziehen. Problematisch am Butterverbrauch ist aber vor allem der Verzehr mit verarbeiteten Kohlen hydraten wie Weißmehlprodukten.

Laut Schätzung der Deutschen Adipositas Gesellschaft werden 2030 gut 1,3 Millionen Kinder und Teenager im Alter von fünf bis 19 Jahren an therapiebedürftige Übergewicht leiden.

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