Wie Herzprobleme durch Kälte entstehen können

Herzprobleme im Winter so gehen Sie damit um

Minusgrade lassen den Blutdruck steigen, der Herzmuskel kann überlastet werden, Temperaturschwankungen erhöhen das Infarktrisiko: Die kalte Jahreszeit ist eine Herausforderung für unser wichtigstes Organ. Was wir bei Herzproblemen können.

Spaziergänge im Schnee, gemütliche Nachmittage vor dem Fernseher – das sind die angenehmen Stunden, die uns der Winter schenkt. Es gibt aber auch die Kehrseite. Jetzt treten ernste Erkrankungen und Herzproblemen häufiger auf als zu jeder anderen Zeit des Jahres. Warum ist das Herz besonders im Winter gefährdet? 

Kälte ist für unser Herz nicht gut

In Deutschland sind laut Robert Koch Institut (RKI) Herz-Kreislauf-Erkrankungen die führende Todesursache, sie sind verantwortlich für etwa 40 Prozent aller Sterbefälle. Und gerade im Winter häufen sich Herzerkrankungen, denn: Kälte setzt dem Körper ganz erheblich zu. Die Deutsche Hochdruckliga weist darauf hin, dass im Winter Herz-Kreislauf bedingte Todesfälle etwa 20 bis 50 Prozent häufiger vorkommen als in der warmen Jahreszeit. 

Wie reagiert unser Körper auf Kälte?

Die Blutgefäße der Haut und verschiedener anderer Körperregionen können sich bei Minusgraden stark verengen. Der Blutdruck steigt an und das Herz muss das Blut gegen einen größeren Widerstand durch die Adern pumpen. Das kann einen immensen Stress für den Herzmuskel und die Gefäßwände bedeuten. In der Folge kann es zu einer gefährlichen Überlastung des Herzmuskels und weiteren Herzproblemen kommen.

Welche Menschen sind gefährdet? 

Aufpassen sollten Patienten bei einer koronaren Herzkrankheit, nach einem Herzinfarkt, bei Angina-Pectoris-Beschwerden, Bluthochdruck (Hypertonie), Herzschwäche und Vorhofflimmern. Womit der Winter für weit mehr als 20 Millionen Menschen in Deutschland ein nicht unerhebliches Risiko darstellt – denn so viele Erwachsene leiden allein an Bluthochdruck, so die Statistiken des Robert Koch-Instituts.

Herzkranke sollten im Winter mit dem Arzt sprechen

Die schwedische Langzeitstudie „Swede heart“ hat einen Zusammenhang zwischen sehr kalten Temperaturen und dem erhöhten Auftreten von Herzinfarkten belegt. Bei einer koronaren Herzerkrankung ist im Winter also besondere Vorsicht geboten. Experten raten Menschen mit erhöhten Herz-Kreislauf-Risiken, mit ihrem Arzt abzuklären, wie sie sich bei Minusgraden verhalten sollten. Beispielsweise kann die Einnahme von bestimmten Herzmedikamenten angeraten sein. Bei Hypertonie-Patienten wird vielleicht auch die Dosierung für Blutdruckmedikamente erhöht. Man sollte diese Medikamente auf jeden Fall gleich morgens nach dem Aufstehen einnehmen, noch bevor man hinausgeht, um Brötchen zu holen… Und: Wer sich eine richtige Influenza also eine echte Grippe – eingefangen hat, muss übrigens besonders achtsam sei. Die Grippe geht mit einem rund 6-fach erhöhten Risiko für einen akuten Herzinfarkt einher. 

Richtige Vorsorge für das Herz im Winter

Ihre Untersuchung zeige, wie wichtig es sei, gerade Personen mit einem hohen kardiovaskulären Risiko gegen Grippe zu impfen. Auch eine gute Versorgung mit Vitaminen und Mineralien ist wichtig, das herz für den Winter fit zu machen, insbesondere eine gute Versorgung mit dem Mineralstoff Magnesium. Er trägt auf natürliche Weise zur Entspannung der Blutgefäße und zum Schutz des Herzens bei. Besonders wirkungsvoll ist Magnesiumorotat: Die vitaminähnliche Substanz Orotsäure fördert den Energiestoffwechsel im Herzgewebe und unterstützt die Wirkung des Magnesiums. So kommen wir ohne Herzprobleme durch den Winter.

Herzprobleme bei Kälte verhindern:

  • Mit dem Arzt sprechen: Haben meine Herzmedikamente/ Blutdrucksenker die für den Winter richtige Dosierung? Bei Bluthochdruck: Medikamente einnehmen, bevor man morgens in die Kälte geht
  •  Bewegen sich die Temperaturen um den Gefrierpunkt: Mund und Nase mit einem Tuch oder Schal schützen, damit die Luft vorgewärmt in die Atemwege kommt
  • Auch wenn man nur kurz rausgeht: Warm genug anziehen, auch den Kopf schützen
  • Bei unter null Grad: Tempo, Intensität und Dauer der sportlichen Aktivitäten reduzieren. Noch besser: Drinnen Sport treiben (Gymnastik, Heimfahrrad, Hometrainer) 
  • Minustemperaturen im zweistelligen Bereich: draußen jede körperlichen Anstrengungen vermeiden
  • Tätigkeiten, bei denen Spitzenbelastungen auftreten können, sollten tabu sein (Auto anschieben, Schneeschippen)
  • Aber: Winterspaziergänge im Spazierschritt sind gut für die allgemeine Kondition (warm anziehen) 
  • Treten plötzlich Schmerzen, Druck oder Brennen im Brustkorb und/ oder Atemnot auf: unverzüglich zum Arzt! 
  • Täglich Magnesium einnehmen (für individuelle Dosierung: Arzt fragen) 
  • Kürbiskernöl mit Hautschutzvitamin E am besten 1 x täglich
  • Aufpassen bei Schnupfen: Abschwellende Nasensprays verengen die Gefäße und können zu einem Blutdruckanstieg führen – mit allen daraus resultierenden Konsequenzen

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Marina Salow Profilbild
Auf Beautymadel möchte ich mich als Mutter und Hausfrau verwirklichen. Ich betreibe Beautymadel seit 2021 und schreibe Beiträge zum Themen wie Gesundheit, Ernährung, Beauty, Nachhaltigkeit und Wohlbefinden.