Gesundheit

6 Kräuter als Mittel gegen Beschwerden

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Kräuter als Mittel gegen Beschwerden
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Auf dem Balkon, der Fensterbank und im Garten sprießen jetzt diverse Kräuter – allesamt heilkräftige Kräuter als Mittel vielerlei Beschwerden.

Die Natur ist die beste Apotheke – das wusste schon Pfarrer Sebastian Kneipp (1821-1897). Auch viele Küchenkräuter enthalten einen Mix hochwirksamer Arzneistoffe gegen verschiedene Leiden. Wir stellen eine Auswahl an Kräutern vor, die Sie ganz leicht zuhause ziehen können.

In einem unserer anderen Beiträge schreiben wir außerdem über die Vorteile von Arzneitees für die Gesundheit.

Schnittlauch

Schnittlauch ist der grüne Bruder des Knoblauchs und enthält wie dieser schwefelhaltige Verbindungen. Zusätzlich liefert er das Anti-Histamin Quercetin sowie das Phyto Östrogen Kaempferol. Wie Knoblauch wirkt das Kraut blutverdünnend, laut einer kanadischen Studie auch antientzündlich, und er kann sogar das Risiko für Bluthochdruck senken. Schnittlauch sollte frisch verzehrt werden, da er sonst wichtige Wirkstoffe verliert.

Thymian

Die aromatische Gewürzpflanze vom Mittelmeer ist Nummer-eins Helfer bei Erkältungskrankheiten wie Husten oder Schnupfen. Zu medizinischen Zwecken werden vor allem die Blätter der Pflanze verwendet. Ihr ätherisches Öl enthält u.a. Thymol und Carvacrol, die zähen Hustenschleim lösen und Bakterien, Viren sowie Pilze bekämpfen können. Gerbstoffe hemmen Entzündungen. Als Heilpflanze kommt Thymian innerlich bei Erkältung (z. B. als Tee) oder äußerlich als Tinktur, Salbe, Badezusatz bei Prellungen, Zerrungen oder Muskelverspannung zum Einsatz. Wichtig: Thymian braucht viel Sonne!

Petersilie

Das Küchen- und Würzkraut wartet pro 100 Gramm mit 160 Milligramm Vitamin C auf – das ist mehr als die empfohlene Tageszufuhr für Erwachsene (95 bis 110 Milligramm). Ein kleines Würzsträußchen von vier Gramm liefert zudem fast den Tagesbedarf an Vitamin K – wichtig für die Blutgerinnung und starke Knochen. Blätter und Wurzel enthalten ätherisches Öl mit den Substanzen Myristicin oder Apiol. Die Pflanze wirkt harntreibend, entwässernd, blutreinigend, antimikrobiell hilft bei Nierengrieß und erfrischt den Atem. Aus getrockneter und zerkleinerter Petersilienwurzel lässt sich ein Heiltee gegen Blasen reizung herstellen (Zwei Gramm auf 150 Milliliter Wasser). Vorsicht: Sobald Petersilie blüht. wird sie ungenießbar. In der Schwangerschaft sowie bei Herz-und Nierenschwäche Verzehr mit dem Arzt absprechen

Basilikum

Das mediterrane Würzkraut enthält in seinen Blättern und Stängeln ätherische Öle mit Duftstoffen wie Linalool, Farnesol, Citral und Eugenol sowie Gerbstoffe. Zusätzlich stecken Enzyme, Betacarotin (Provitamin A), Vitamin E und B-Vitamine, Kalzium und Kupfer darin. Pur wirkt das Kraut entkrampfend bei Magen-Darm-Beschwerden; bei Zahnfleisch- oder Rachenentzündung hemmt es die Vermehrung von Keimen. Ein Tee aus den getrockneten Blättern (2x/Tag, 1 TL pro Tasse, 10 Min. Ziehzeit, mit Honig süßen) kann u. a. dabei helfen, Husten und Heiserkeit zu vertreiben. Äußerlich lindert das Öl Akne oder Insektenstiche. Als Haarkur soll ein Extrakt aus geriebenen Blättern Haarausfall mindern.

Oregano

Das Pizza-Würzkraut, auch als „Wilder Majoran“ bekannt, enthält wie Thymian in seinem ätherischen Öl die Stoffe Thymol (mit antiseptischer Wirkung) und Carvacrol (pilz- und entzündungshemmend). Bitterstoffe machen die Pflanze zur wirksamen Arznei bei Verdauungsproblemen und Blähungen. In der Naturheilkunde werden das (verdünnte) ätherische Öl und das Kraut auch äußerlich bei Hautentzündungen, Ekzemen und Schuppenflechte eingesetzt, innerlich als Tee (mit frischen Blättern) bei Blähungen oder Menstruationsbeschwerden.

Salbei

Hauptwirkstoffe des Echten Salbei sind ätherische Öle mit Bestandteilen wie Thujon, Linalool und Cineol, dazu noch Flavonoide, Bitter- und Gerbstoffe. Echter Salbei wirkt antiviral, antibakteriell, schweiß- und entzündungs hemmend. Eingesetzt wird er meist als Kräutertee bei Völlegefühl, Erkältung, Halsschmerzen, Bronchitis oder übermäßigem Schwitzen: Als Gurgellösung (1 TL getr. Salbeiblätter mit 1 Tasse heißem Wasser übergießen, 10 Min. ziehen lassen, mit 1 TL Kochsalz und ½ 1 kochendem Wasser mischen, abkühlen) lindert er Schmerzen bei Zahnfleischentzündung. Achtung: Thujon wirkt in Überdosen als Nervengift – nicht mehr als 2-3 Tassen Salbeitee pro Tag trinken.

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