4 vermeintlich schädliche Inhaltsstoffe in Kosmetika

kennen Sie diese Inhaltsstoffe in Kosmetika?

Ob Silikone oder Parabene diese vermeintlich schädliche Inhaltsstoffe in Kosmetika und Beauty-Produkten sind umstritten.

Besonders in der Zeit von Social Media wie TikTok und Instagram sind steigt die Anzahl der trendigen Kosmetik.

Aber sind sie die Inhaltsstoffe dieser produkte wirklich so schädlich? Wir haben vier Stoffe genauer unter die Luppe genommen und erklären wie sich die Inhaltsstoffe auf die Haut und den Körper auswirken:

Glyzerin in der Kosmetik

Wie wird es verwendet? Ein absoluter Liebling der Beauty Industrie, denn die klare, geruchlose Flüssigkeit (ein Zuckeralkohol) hilft, Feuchtigkeit in die Haut zu transportieren und sie dort optimal zu binden.

Glyzerin mindert Wasserverlust der Haut, der zu Trockenheit und Schuppenbildung führen kann.

Das macht die Haut schön prall und elastisch. Zudem bewahrt Glyzerin Duschgele, Zahnpasten oder Pflegecremes vor dem Austrocknen, sorgt also für eine geschmeidige Textur.

Warum ist Glyzerin umstritten? Glyzerin zieht Wasser magisch an. Das hat nicht nur Vorteile: Bei sehr niedriger Luftfeuchtigkeit (z.B. im Winter) bindet der Stoff nicht die Feuchtigkeit aus der Luft, sondern entzieht sie dem tiefer gelegenen Bindegewebe. So kann die Haut durch Glyzerin austrocknen.

Aber, Studien belegen, dass Glyzerin erst ab einer Konzentration von 30 Prozent austrocknend wirkt. Deshalb stecken meist nur sieben bis zehn Prozent des Inhaltsstoffs in der uns bekannten Kosmetik. Bei reichlich Wasserzufuhr und in Kombination mit pflegenden pflanzlichen Ölen spricht nichts gegen Produkte mit Glyzerin.

Kosmetikprodukte mit Alkohol schlecht für die Haut?

Wie wird Alkohol in Kosmetikprodukten verwendet? In der Kosmetik werden unterschiedliche Alkohole eingesetzt, z. B. Fettalkohole wie „Cetearyl Alcohol“, Ethylalkohol, Isopropylalkohol. Sie verbinden wässrige und ölige Stoffe. Alcohol denat,  wiederum wirkt als Konservierungsmittel.

Warum ist der Alkohol umstritten? Tatsächlich kann Alkohol die Schutzbarriere der Haut schädigen und sie so austrocknen. Gerade bei trockener oder empfindlicher Haut sollte man eher auf Produkte mit hohem Anteil an Alkohol verzichten.

Aber, unreine, fettige Haut kann von den Inhaltsstoff Alkohol profitieren. Zum einen tötet er Akne verursachende Bakterien auf der Haut ab und minimiert so Pickel oder Entzündungen. Zum anderen kann Alkohol den Fettgehalt der Haut reduzieren. Und wie beim Genuss im Glas gilt: Die Dosis macht das Gift! Bei einer Konzentration von bis zu 10 Prozent sollte es zu keinen Irritationen kommen. Höher Prozentiges sollte sehr gezielt und nicht täglich, also nur bei akutem Bedarf, angewendet werden.

Silikon als Inhaltsstoff in Kosmetika

Sind Silikone schädliche Inhaltsstoffe in Kosmetika? Die Kunststoffe gelten als kosmetische Allzweckwaffe: Im Make-up verleihen sie der Foundation eine starke Deckkraft und mattieren den Teint. Cremes mit Silikonen füllen Fältchen optisch auf. Und Shampoos oder Kuren mit dem Kunststoff glätten die aufgeraute Ober fläche der Haare und umschließen sie mit einer Schutzschicht.

Warum sind Silikone umstritten? Silikone können sich an den Haaren anlagern und sie beschweren. Zudem lässt eine mit Silikon versiegelte Oberfläche keine anderen Wirkstoffe mehr ins Haar. Das Gleiche gilt bei der Haut: Der Silikonfilm kann die Poren verstopfen. Auch haben Silikone keine pflegenden Eigenschaften wie z. B. pflanzliche Öle. Ihr Effekt hält nur bis zur nächsten Gesichtswäsche an, sie haben also keinen langfristigen positiven Einfluss auf die Haut. Weil Silikone nur schwer abbaubar sind, können beispielsweise nicht alle Partikel in Kläranlagen herausgefiltert werden.

Aber, Silikone sind sehr gut verträglich und reizen die Haut nicht. Zugunsten der Nachhaltigkeit verzichten trotzdem immer mehr Hersteller auf den Silikone auch wenn nicht abschließend geklärt ist, wie stark Umwelt und Gesundheit durch Silikone gefährdet werden. Wer sichergehen und sich nachhaltig pflegen möchte, achtet am besten auf silikonfreie Formulierungen.

Parabene: schädliche Inhaltsstoffe in Kosmetika?

Wie werden Parabene in Kosmetika verwendet? Die Konservierungsstoffe hemmen das Wachstum von Bakterien, Keimen und Pilzen und machen so Kosmetikprodukte länger haltbar. Vor allem dann, wenn man immer mit den bloßen Fingern in die Tiegel stippt.

Warum sind Parabene umstritten? Eine 2004 erschienene Studie legte einen Zusammenhang zwischen Parabenen und der Entstehung von Brustkrebs nahe, da die Konservierungsstoffe in Brusttumoren gefunden wurden. Viele Beauty-Firmen verzichten deshalb bis heute auf Parabene da sie als ein weiterer schädlicher Inhaltsstoffe in Kosmetika gelten.

Aber, die Studie konnte nicht nachweisen, ob Parabene tatsächlich die Ursache für die Tumoren waren. Es wurde nicht untersucht, ob sich der Stoff gleichermaßen auch in gesundem Gewebe wiederfand – und somit kein Zusammenhang zwischen Parabenen und der Entstehung von Tumoren besteht. Deshalb bewertete das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die Studie als nicht plausibel. Zahlreiche Wissenschaftler halten Parabene in Kosmetikprodukten für unbedenklich und sogar für besser als Alternativen wie Alkohol oder ätherische Stoffe, welche die Haut im Zweifel mehr reizen können.

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Marina Salow Profilbild
Auf Beautymadel möchte ich mich als Mutter und Hausfrau verwirklichen. Ich betreibe Beautymadel seit 2021 und schreibe Beiträge zum Themen wie Gesundheit, Ernährung, Beauty, Nachhaltigkeit und Wohlbefinden.