Sport

So lässt sich die Herzfrequenzvariabilität messen

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herzfrequenzvariabilität messen und verstehen
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Wie zuverlässig sind die ermittelten Daten von Smart Watches wie gut lassen sich Herzfrequenzvariabilität messen – und welche Tipps können wir den Nutzer:innen bezüglich der zahlreichen Fitnesswerte die sich mit Smart Waches oder Fitnessarmbändern messen lassen geben? Besonders wichtig ist die bekannte Herzfrequenz und die weniger bekannte Herzfrequenzvariabilität. Wie lässt sich die Herzfrequenzvariabilität messen und was sagt sie uns?

Was ist die Herzfrequenz?

Der Rhythmus des Blutflusses wird per LED gemessen. Diese sendet Lichtimpulse durch die Haut und erfasst die Reflexion. Die Messung ist eher ungenau. Doch gerade im Ausdauersport hilft es Ungeübten – etwa nach einer längeren Krankheitsphase -, den Pulsbereich im Blick zu behalten. Eine Warnfunktion signalisiert, wann man sich besser schonen sollte. Grundsätzlich lässt sich raten: Auch Fitte sollten eher unter ihrem Maximalpuls trainieren. Die Faustregel lautet: 220 minus Lebensalter in Jahren.

Wer verschiedene Geräte ausprobiert, wird feststellen, dass die Angaben zu verbrannten Kalorien abweichen. Schwankungen bis rund 30 Prozent sind möglich. Nutzer:innen sollten darauf aufmerksam gemacht werden.

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Was sagt die Herzfrequenzvariabilität?

Fitness-Indikator: Wohl die wenigsten Laien kennen den Begriff. Dagegen sind Leistungssportler:innen eher damit vertraut. Denn zunehmend wird die Herzfrequenzvariabilität als eine Art Generalmaß für Fitness herangezogen.

Erholungsfähigkeit: Die Herzfrequenzvariabilität sagt viel darüber aus, wie es um die allgemeine Leistungsfähigkeit der Person steht – und wie schnell sie sich nach körperlicher Anstrengung erholt. Eine steigende Herzfrequenzvariabilität zeigt an, dass sich der Fitnesslevel verbessert. Ein niedriger Wert kann dagegen bedeuten, dass das Trainingspensum zu belastend war.

Gestresst: Doch nicht nur Sport spielt eine Rolle: Niedrige Werte sind ebenfalls ein Indikator für Stress, etwa im Beruf oder in der Partnerschaft. Wie wird gemessen? Wahlweise über einen Ohr- oder Fingerclip beziehungsweise einen Brustgurt mit optischem Sensor.

SpO2 Sättigung oder auch Sauerstoffsättigung

Die Sauerstoffsättigung: wird per Lichtimpuls ermittelt: Bei der pulsoxymetrischen Messung schickt eine LED einen Lichtstrahl durch die Haut. Ein Sensor misst die reflektierten Frequenzen, die je nach Sauerstoffsättigung variieren. Niedrige Werte deuten auf eine schlechte Blutoxygenierung hin und müssen ärztlich abgeklärt werden. Zu prüfen wäre etwa, ob vielleicht eine Schlafapnoe vorliegt.

Jede Bewegung wird gemessen

Fast jedes Smartphone besitzt ein mikroelektrisches mechanisches System (MEMS). Es erfasst Bewegungen in allen Richtungen. Wer sein Smartphone nicht buchstäblich auf Schritt und Tritt bei sich trägt, kann jedoch keine genaue Auswertung seiner Tagesleistung erwarten. Besser geeignet sind Fitnesstracker fürs Handgelenk. Sie verwenden zusätzlich Beschleunigungssensoren und Gyroskop-Sensoren, die Drehbewegungen verzeichnen. Durch die Kombination der verschiedenen Daten können Soft ware-Programme Rückschlüsse auf die ausgeführten Bewegungen und Aktivitäten ziehen. Übrigens: Immer noch hält sich die Regel der 10000 Schritte, die jeder idealerweise gehen sollte. Neue Studien zeigen allerdings: Jede Bewegung zählt. Wer regelmäßig rund 6000 Schritten geht, erzielt bereits einen Mehrwert für die Gesundheit.

Medizinische Wearables müssen als Medizinprodukt zugelassen werden und ihre Funktionsfähigkeit in Studien unter Beweis stellen. Die Anwendungsgebiete reichen von ambulanter Überwachung und Nachsorge bis zur Prävention von Krankheiten.

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