7 Sportmythen im Check – überraschend Ergebnisse

Viele Glaubenssätze halten sich unter Sportlern hartnäckig. Doch was ist an den Sportmythen dran?

Viele angeblich sportmedizinische Weisheiten verändern als Teil des kollektiven Sportbewusstseins die Art und Weise, wie Menschen trainieren. Zu Recht? Sieben Mythen im Check.

Laufen auf Asphalt belastet die Gelenke

Jein. Prinzipiell ist es gelenkschonender, auf eher weichem Untergrund – Rasen oder Tartanbahn – zu joggen. Doch wie stark die Gelenke belastet werden, hängt vor allem vom Körpergewicht, der Streckenlänge, den Schuhen und von der Lauftechnik ab. Wer zuerst mit der Ferse aufsetzt, stresst seine Gelenke am meisten. Besser: den Fuß flach aufsetzen, kleine, kurze Schritte machen. Dabei auf eine aufrechte Haltung, Körperspannung und leicht angewinkelte Arme achten.

Muskelkater ist ein gutes Zeichen

Auf einen leichten Muskelkater trifft das zu. Er ist die Folge von Mikrorissen in den Muskelfasern, die beim Training entstanden sind. Um diese zu heilen, löst der Körper eine Entzündungsreaktion aus, die als Schmerz spürbar wird. Muskelkater ist also ein Indikator dafür, dass der Muskel wächst – und dafür Ruhe braucht.

Beginnt die Fettverbrennung erst ab 30 Minuten Sport?

Nein das gehört zu den Sportmythen. Ab der ersten Minute greift der Körper bei Belastung zur Energiegewinnung auf gespeicherte Fette und Kohlenhydrate zurück. Bei kurzen, intensiven Trainings wird allerdings weniger Fett verbrannt, da die Muskeln zunächst die Zuckerspeicher leeren. Für die Fettverbrennung sind vor allem längere Aktivitäten mit niedriger bis mittlerer Intensität geeignet, außerdem Sportarten, die viele Muskeln involvieren (z. B. Laufen).

Kann man mit Sport eine Erkältung ausschwitzen?

Klares Nein – selbst wer nur einen Schnupfen hat, sollte sich schonen und höchstens ganz locker trainieren. Bei erhöhter Körpertemperatur sicherheitshalber ganz verzichten. Sport wirkt auf den durch Viren oder Bakterien bereits gestressten Körper wie eine zusätzliche Belastung und kann sogar das Herzschädigen.

Macht Radfahren impotent?

Diese Sorge gehört zu den Sportmythen: Es gibt bislang keinen Beleg dafür, dass Radfahren die Manneskraft beeinträchtigt. Bei falscher Haltung kann jedoch ein kurzfristiges Taubheitsgefühl im Genitalbereich entstehen und-im Extremfall – zu vorübergehenden Erektionsstörungen führen. Der Sattel sollte so eingestellt sein, dass die Beine nie ganz durchgestreckt werden müssen, und so breit sein, dass die Sitzknochen gut aufliegen; die Sattelspitze sollte sich leicht nach unten neigen, sodass der Dammbereich nicht aufliegt.

Sollte man sich vor dem Sport dehnen?

Lieber nicht, denn: Wer vor dem Sport seine noch kalten Muskeln durch statisches Dehnen überstrapaziert, kann ihnen damit schaden. Wer sich etwas Gutes tun möchte, macht stattdessen vor dem eigentlichen Training dynamische Dehnbewegungen (etwa Schwingen und Kreisen der Arme, Kreisen der Hüfte, ab wechselndes Hochziehen der Knie, langsames Warmlaufen), um die Muskulatur leicht aufzuwärmen. Nach dem Sport hingegen sind Dehnübungen sehr sinnvoll.

Kommen Menschen unsportlich zur Welt?

Stimmt nicht. Natürlich haben manche Menschen einen größeren Bewegungsdrang als andere. Doch die Weichen für ein eher sportliches oder eher bewegungsarmes Leben werden in der Regel in der frühen Kindheit ge stellt. Häufige und unterschiedliche körperliche Betätigungen unterstützen dabei die Bildung wichtiger Strukturen für Muskeln und Nerven, stärken das sportliche Selbstbewusstsein, wecken den Ehrgeiz und erhöhen so die Wahrscheinlichkeit, dass der Mensch auch weiterhin ein bewegtes Leben führt.

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Marina Salow Profilbild
Auf Beautymadel möchte ich mich als Mutter und Hausfrau verwirklichen. Ich betreibe Beautymadel seit 2021 und schreibe Beiträge zum Themen wie Gesundheit, Ernährung, Beauty, Nachhaltigkeit und Wohlbefinden.